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Entdeckungstouren entlang der Deutschen Fachwerkstraße

Urlaub in DeutschlandNeidköpfe und Feuerböcke sind nur einige Motive, die die prächtigen Fachwerkhäuser entlang der Deutschen Fachwerkstraße schmücken. Auf mehr als 2.800 Kilometern Länge von der Elbmündung bis zum Bodensee können sich Urlauber auf eine Entdeckungsreise durch sieben Jahrhunderte Fachwerkkunst begeben. Doch die fast 100 Städte entlang der sechs Regionalrouten der Ferien- und Kulturstraße haben noch mehr zu bieten. Das ganze Jahr über locken sie mit kulturellen Veranstaltungen, kurzweiligen Führungen durch die historischen Altstädte und kulinarischen Genüssen. Viele von ihnen liegen inmitten einer schönen Landschaft, oftmals in der Nähe von Flüssen und Naturparks, und bieten so viele Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.

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Ob Sommer oder Nachsaison: Familien erleben die Natur auf Rügen ganz intensiv

Seepark SellinSchwimmen, im Strandkorb sitzen, mit den Kids eine Sandburg bauen - das alles macht auf Rügen, Deutschlands größter Ostseeinsel, jede Menge Spaß. Doch die schönen Seebäder und das abwechslungsreiche Hinterland der Insel haben noch viel mehr zu bieten als das Strandleben. So kann man mit dem Nachwuchs scheinbar endlos durch die mal liebliche, mal eher schroffe Insellandschaft radeln. Dabei ein leckeres Picknick in den Satteltaschen zu haben, macht die Inselradtour zu einem runden Erlebnis. Und am Wegesrand gibt es so viel zu entdecken. Manch Getier krabbelt am Boden, fliegt durch die Luft und muht oder meckert auf den Weiden. Langeweile kommt da gar nicht erst auf.

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Piratenspaß und Hüttenzauber - Ein Campingurlaub lässt sich für Jung und Alt vielseitig gestalten

Campingplatz - Am Hohen HagenAuf dem Campingplatz herrscht zu jeder Saison reges Treiben: Kinder tollen mit ihren neuen Spielkameraden zwischen den Stellplätzen umher, der Zeltnachbar wirft gerade den Grill an, während der Sportverein nach dem Zeltaufschlagen die ersten Joggingrunden durch die umliegenden Wälder dreht. Wer Camping mag, der mag auch Gesellschaft und erst recht das Abenteuer! Für die Kleinsten wird es auf dem Campingplatz „Am Hohen Hagen" in Dransfeld diesen Sommer besonders spannend: Denn während die Eltern zum Städtetrip nach Göttingen, Kassel oder Umgebung aufbrechen oder die nächste Wandertour durch naturnahe Buchenwälder in Angriff nehmen, zieht es die Kids auf das Piratenschiff. Im Rahmen der diesjährigen Sommeranimation wird die unmittelbar am Campingplatz gelegene Arche kurzerhand zum Paradies für kleine Seeräuber und Schatzsuchende umfunktioniert. Doch nicht nur die Kids können sich über neue Aktionen freuen.

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Schweiz: Murten 1476, die Geschichte um die Murtenschlacht, auf Originalboden inszeniert

Hauptbühne der Produktion 1476 Murtenschlacht am Originalschauplatz

 

Historischer Hintergrund

Die Schlacht bei Murten am 22. Juni 1476 war ein Ereignis von europäischer Tragweite. Selten sind im Mittelalter auf einem einzigen Schlachtfeld so grosse Heeresmassen aufeinandergeprallt, kaum je sind die Verluste des besiegten Heeres so immens gewesen.

Handlung

Für 1476 wurde speziell ein Stück geschrieben, das  Geschichte und Fiktion verbindet. Verschiedene Einzelschicksale nehmen Sie mit auf eine Achterbahn der Gefühle und lassen Sie am Originalschauplatz hautnah miterleben, was sich vor und während der Schlacht abgespielt hat.

Autor

Autor und Regie Mirco Vogelsang

 

Für das eigens geschriebene Stück 1476 zeichnet Mirco Vogelsang verantwortlich. Der in Berlin lebende Schaumburger gilt als versierter Autor, der in der deutschsprachigen Theater- und Filmwelt zahlreiche Spuren hinterlassen hat. Mirco Vogelsang führt bei 1476 auch die Regie.

 

Beurteilung

Wahrscheinlich vermittelten früher alle Lehrer in der Schweiz ihren Schülern die Kurzfassung der Burgunderkriege wie folgt(über Karl den Kühnen): Er verlor in Grandson das Gut, in Murten den Mut und in Nancy das Blut.

Adrian von Bubenberg mit Sohn vor dem Berner Rat

 

Wir hatten bei unserem Besuch der Grossinszenierung mehr Glück als die Schlachtbeteiligten an jenem legendären 22. Juni 1476. Statt Regen, Matsch und sumpfigen Wiesen, erwartete uns ein warmer, sonniger Frühlingsabend und die grossartige Kulisse oberhalb von Murten, Blickrichtung über den See, dahinter die Jurahöhen, unsicht- aber erahnbar das ferne Burgund. Wie bei allen Freiluftinszenierungen spielt natürlich die Kulisse die absolute Hauptrolle und die ist hier schlicht perfekt, in etwa so, wie das Kloster und der Platz davor beim Einsiedler Welttheater, das seit 1924 in unregelmässigen Abständen, die zwischen 2 bis 15 Jahren liegen können, aufgeführt wird. Für 1476 hingegen ist alles für diese eine Saison gemacht worden, vom Stück schreiben, Casting, Geld organisieren, Gelände und Kulissen herrichten usw. Zum Stück von Mirco Vogelsang: Wer ein Schlachtengetümmel mit grossen Schwert- und Hellebartenkämpfen erwartet, ist falsch am Platz. Es dreht sich vielmehr alles darum, wie die Vorbereitungen waren.

Grössere Geschichten:

Wie etwa Adrian von Bubenberg sein Heer organisieren musste in sehr kurzer Zeit, als man noch nicht per Email alle Betroffenen innert Sekundenbruchteilen informieren konnte, sondern Boten mit Nachrichten durch feindliches Gebiet aussenden und auf die schnelle Antwort warten musste.

Kleinere Anekdoten:

Was so passierte in den Zeltlagern der Reisläufer, Söldnern und sonstigen potentiellen Kämpfern oder wie man Verpflegung und Getränke, aber auch leichte Damen an die Orte des Geschehens brachte.

(Die Eidgenossen waren ja nicht zarte Knaben aus feinem Hause, sondern ungehobelte, raue Bauern, die sich ein wichtiges Zubrot verdienen wollten. Es kamen ja, historisch belegt, mehr Burgunder auf der Flucht ums Leben als während der eigentlichen Schlacht, weil sie bis nach Basel verfolgt und von hinten erschlagen wurden.)

Am Schluss kamen dann doch noch ein paar angedeutete Kampfszenen auf die Bühne, ohne Ketchup Blut und sonstige unnötige Effekte und das war gut so.

Durch diese Chronologie wurden diese Randgeschichten zu einem starken Ganzen verwoben vor allem auch dank den hervorragenden Darstellern.

Das Ensemble beim verdienten Schlussapplaus

 

Ein Erlebnis, das für Jung und Alt geeignet ist, das Geschichte erleben und Historie mit Ahaeffekt vermittelt, ohne Anspruch auf Vollkommenheit für sich zu beanspruchen. Aufruf an die Innerschweizer: unbedingt besuchen, unsere Vorfahren waren ja im Jahre 1476 auch aktiv dabei, wir können es nun in der passiven Rolle einfach geniessen. Die weiteren Aufführungsdaten finden Sie auf www.1476.ch, Aufführungen noch bis 28. Juni.

Text:

www.leonardwuest.ch

Diashow der Aufführung von Fleur Achermann über diesen Link:

http://fotogalerien.wordpress.com/2014/05/25/murten-1476-ch-murtenschlacht-inszenierung-auf-originalgelande-fotodiashow-von-fleur-achermann/

Der ungeschnittene TV-Spot zu 1476 erzählt die Geschichte des Boten, der mit der Nachricht der Burgundischen Belagerung angeritten kommt.

http://www.1476.ch/news/film-ab-217

Homepages der andern Kolumnisten: www.marvinmueller.ch www.irenehubschmid.ch 

www.gabrielabucher.ch  www.erwingabriel.ch Paul Ott:www.literatur.li

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