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Flamencodinnershow im El Gallo Ronco, «CalYCanto», Malaga, 1. März 2019, besucht von Léonard Wüst

Sandra Cisneros Flamencotänzerin
Sandra Cisneros Flamencotänzerin

Besetzung Musiker und Tänzer/innen:

Gitarre: Carlos Haro

Sängerin: Chelo Soto

Flamencotänzerinnen : Ana Pastrana und Sandra Cisneros
 

 

Rezension:

Die Wurzeln des Flamenco findet man  in der Musik der Roma
Die Wurzeln des Flamenco findet man in der Musik der Roma

Gitarristen wie Manitas de Plata (1921 bis 2014), geboren  als französischer Roma namens Ricardo Baliardo, und dann vor allem der, als Francisco Sánchez Gómez, 1947 in Algeciras geborene und 2014 im mexikanischen Cancun verstorbene Paco da Lucia brachten den, vorher fast nur in Andalusien und dem restlichen Spanien bekannten, Flamenco auf die Bühne der Weltmusiken. . Danach haben sich die Zeiten aber drastisch geändert: Am 16. November 2010 wurde der Flamenco von der UNESCO zum «Immateriellen Weltkulturerbe» erklärt und inzwischen gibt es in Japan mehr Flamencoschulen als in Spanien selbst.

Grundsätzliches zum Flamenco

Flamenco-Café zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Flamenco-Café zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Für viele steht der Flamenco synonym für die Musik Spaniens – dabei wurden dort die leidenschaftlichen und schmerzvollen Klänge lange Zeit ebenso abgelehnt wie ihre Urheber, die „Gitanos“ genannten andalusischen Roma. Über Jahrhunderte hinweg wurden sie unterdrückt und verfolgt. Ihre Gefühle von Verzweiflung und Wut, aber auch überschäumender Lebensfreude, drückten sie zunächst allein im Gesang aus. Erst später gewannen Tanz und Gitarrenbegleitung an Bedeutung

Die «Plaza de las Flores», verstecktes Kleinod inmitten des Zentrums von Malaga

El Gallo Ronco Taberna Flamenca  Terrassse
El Gallo Ronco Taberna Flamenca Terrassse

Nicht auf den ersten Blick auffindbar, sondern fast etwas versteckt in einer kleinen Nebenstrasse des Prachtsboulevards von Malaga, der «Calle Marqués de Larios», liegt die «Plaza de las Flores», wo sich u.a. das Restaurant «El Gallo Ronco» mit seiner Dépendance, dem «CalYCanto», befindet. Nebst Speis und Trank kann man sich hier freitags und samstags jeweils auch an zwei Flamencoshows erfreuen.

Gutes Omen: Viele Einheimische als Zuschauer

Flamenco im Cal Y Canto Symbolbild
Flamenco im Cal Y Canto Symbolbild

Nach dem persönlichen, sehr herzlichen Empfang durch die Dame des Hauses, Pilar Ruano, die mich auch an den für mich reservierten Tisch führte, harrte ich der Dinge die da kommen sollten. Die Tische waren aufgereiht rund um eine kleine Bühne, die für die Künstler vorgesehenen war. Von denen erschien als erster Gitarrist Carlos Haro, der sich auf der Bühne einrichtete, sich anschliessend in einer Ecke des Raumes hinsetzte, sein Instrument stimmte und sich nebenbei mit einem Gast angeregt unterhielt. Nach und nach kamen weitere Gäste für das Nachtessen und um sich anschliessend die Show anzusehen. Gutes Omen: die Anzahl Touristen im Verhältnis zu den Einheimischen, hielt sich in etwa die Waage.

Beginn der Flamencoshow

Flamencosängerin Chelo Soto mit Flamencogitarrist
Flamencosängerin Chelo Soto mit Flamencogitarrist

Dann enterten die Künstler die Bühne, setzten ich auf die dort platzierten Stühle Gitarrist Carlos Haro zupfte kurz an den Saiten, setzte 2 3 typische Flamenco Riffs und schon begann die Show. Sängerin Chelo Soto setzte an zum ersten Lied, welche mittels Partituren vorgegeben sind, oder die die Interpretin ganz spontan nach ihrem Gusto improvisiert. Chelo Soto hat eine sehr einzigartige Stimme, die fürs „Flamenco Wehklagen“ perfekt geschaffen ist. Ihr intonierter Seelenschmerz wurde nach und nach durch Händeklatschen und, oder Fingerschnippen der beiden Tänzerinnen unterstützt und in den typischen „Flamenco Rhythmus“ geführt. Das Publikum war unmittelbar berührt durch diese Interpretation, spendete entsprechenden stürmischen Beifall.

Die Tänzerin, Herzstück des heutigen Flamencos

Sandra Cisneros Flamencotänzerin
Sandra Cisneros Flamencotänzerin

Als erste Tänzerin brachte Sandra Cisneros ihre Gefühle auf dem Parkett zum Ausdruck. Zum Flamenco gehören nicht nur das Tanzen, sondern auch die Geräusche: das Absatzklackern oder das Schnalzen. Dazu klatschen die Protagonisten auch in die Hände, um den Rhythmus zu unterstützen. Das maschinengewehrartige Klacken der Flamenco-Fussschläge, die, repetitiv-orgiastisch und dann abrupt endend, in der schnellen Abfolge ein ratterndes Maschinengewehr und damit Bilder assoziieren von Gewalt und Angst, Täter und Opfer, Kampf und Überleben. All dies mit Gestik, Mimik und vor allem mit eleganten, fliessenden Bewegungen auszudrücken ist die grosse Herausforderung für die Künstler. Erschwert wird das Ganze noch dadurch, dass die Sängerin den „Canto“ variiert, also keinesfalls immer gleich interpretiert. Da ist grosse Antizipation der Tänzerin unabdingbar. Das alles beherrscht Sandra Cisneros in Perfektion.

Das Auditorium belohnt die Künstler mit langanhaltendem, stürmischem Applaus und mit Bravorufen.

Auch die zweite Tänzerin wusste zu begeistern

Ana Pastrana Flamencotänzerin
Ana Pastrana Flamencotänzerin

Dann ist die Reihe an Ana Pastrana, ihre hohe Kunst zu demonstrieren. Die heftigen Attacken der Flamenco-Fussschläge. Düstere, körperintensive Antworten des Leidens, heftige Zeichen des Ringens, des Fliehens und des Widerstandes, ineinanderfliessende, sich auseinanderentwickelnde, gestisch suggestive Wechselbilder. Kaum Sound, der das Geschehen unterlegt – stattdessen die Flamencoschritte, das Atmen der Tänzerinnen. Schnell ist man in den Bann gezogen von diesen dichten Figurenbildern und getanzten Reflexionen, die eine konstant anhaltende assoziative Spannung auslösen. Der Flamenco treibt an, ist Rhythmus, gibt Kraft, löst sich auf, wird leise, zur Waffe: Ein intensiv gesteigertes Tanzgeschehen, das seine eigene, höchst wandelbare Sprache findet. Er steht auch für extreme Fussarbeit, für eine grosse physische, willensstarke Präsenz im Raum. All dies kombiniert fasziniert audiovisuell, nimmt dich mit in eine andere, irreale Welt des Genusses, aber auch der Tragik, himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. zurück in der realen Welt, ertönt eine Applauskaskade, der die Künstler für das Gebotene belohnt.

Nachwuchstalent als freudige Überraschung

Flamenco bedeutet pure Lebensfreude, Symbolbild
Flamenco bedeutet pure Lebensfreude, Symbolbild

Gitarrist Carlos Haro rief daraufhin einen jungen Mann mit Gitarre auf die Bühne und zusammen performten sie auf ihren Gitarren, dass es einer Freude war. Sehr zum Erstaunen des Publikums überliess dann Carlos Haro die Bühne dem jungen Mann alleine und dieser brachte, zusammen mit der  Sängerin und den Tänzerinnen einen  Flamenco auf die Bühne. Das Auditorium war begeistert und bejubelte die Künstler entsprechend. Auf Nachfrage war zu erfahren, dass es sich bei diesem 14jährigen jungen Mann um David Sanchez, Sohn der Tänzerin Ana Pastrana handelte. Alles in allem ein gelungener Abend in angenehmen Ambiente mit netter Bedienung, zudem zu moderaten Preisen, also keineswegs eine „Touristenfalle“.

Nachtrag Grundsätzliches zu den Finessen der Flamencotradition

Flamencotänzerin mit Flamencogitarristen, Symbolbild
Flamencotänzerin mit Flamencogitarristen, Symbolbild

In der Musik der andalusischen Gitano tauchten Anfang des 19. Jahrhunderts Lieder mit der Bezeichnung «Seguiriya» auf – die   der Gitanos für «Seguidilla» .Mit dem Übergang in die musikalische Tradition der Gitano-Familien hatte sich ihr Charakter jedoch verändert: Aus dem fröhlichen Volkslied war ein langsames, von Tragik und Schmerz geprägtes Gesangsstück geworden und nicht wenige vermuten, dass dieser Gesang auf denjenigen der sogenannten Klageweiber zurückgeht. Händeklatschen zur Unterstützung des Rhythmus spielt eine große Rolle, besonders bei den Einlagen der Tänzerin oder des Tänzers. Ferner setzen die Sänger Pausen und zerlegen die Copla in mehrere Sequenzen, Tercios.

Sie akzentuieren durch Zwischenrufe, Lalias, und durch melismatisch gesungene Vokale. Für einen Zuhörer, der damit nicht vertraut ist, ist ein derart zerstückelter Text schwer verständlich. Für einen guten Flamenco-Auftritt braucht es drei Künstler. Wie Paco de Lucia es einmal in einem Lied so schön ausdrückte, braucht es „für ein Fest drei Personen — eine die singt, eine die spielt und eine die tanzt“.  Wenn man einen wirklich guten Flamenco-Auftritt möchte, dann braucht man Gitarre, Gesang und Tanz. Tanz muss von Gitarre und Gesang begleitet sein.
Gitarre allein oder mit Gesang, das geht, aber der Tanz kommt nur richtig zur Geltung, wenn er durch eine Gitarre und Gesang begleitet wird.

Außerhalb Spaniens bringt man Flamenco vor allem mit Tanz in Verbindung. Für Spanier und ganz besonders für die Flamencos selbst aber, wie die Künstler und Liebhaber genannt werden, ist das Wichtigste der Gesang. Dieser „cante“ ist eine raue, orientalisch anmutende Klage, die ursprünglich unbegleitet vorgetragen wurde. Der Tanz, el baile, war lange Zeit allein Sache der Frauen. Er gewann vor allem in der Zeit der cafés cantantes von 1850 bis 1936 an Bedeutung, als diese speziellen Flamenco-Lokale populär wurden.  Das Gitarrenspiel, el toque, ist für öffentliche Auftritte schon im 16. Jahrhundert nachweisbar. Bei ihren privaten Festen, juergas genannt, begleiteten sich die Gitanos aber nur mit den Mitteln des „son“.

Also Tönen, die man mit dem Körper erzeugen kann: Man klatscht in die Hände, klopft den Rhythmus mit den Knöcheln auf einen Tisch oder unterstützt ihn mit Fingerschnalzen. In der Ära der „cafés cantantes“, die von 1850 bis 1936 reicht, änderte sich das. Diese speziellen Flamenco-Lokale, zum Teil aus Ballettschulen und Tanztheatern hervorgegangen, machten ein großes Publikum mit dem Flamenco vertraut.

Erst um 1850 begann sich die Begleitung auf der Gitarre durchzusetzen. Heute ist sie längst eine eigenständige und hochvirtuose Kunst. Flamenco ist auch der Ausdruck des weiblichen Stolzes, des Willens und das Wichtigste im Leben – nämlich die Seele zu erspüren und auszudrücken.“

Kurzer Videotrailer:

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Kleine Fotodiashow rund um den Event:

fotogalerien.wordpress.com/2019/03/17/flamencodinnershow-im-el-gallo-roncocalycanto-malaga-1-maerz-2019-besucht-von-leonard-wuest/

Text und Fotos: www.leonardwuest.ch

Einige Fotos aus dem Internet

Fotos: http://www.elgalloronco.com/en/home/

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Yann Tiersen In Concert, KKL Luzern, 13. März 2019, besucht von Léonard Wüst

Komponist und Musiker Yann Tiersen am E Piano im KKL Luzern, 13. März 2019 Foto Ruedy Hollenwäger
Komponist und Musiker Yann Tiersen am E Piano im KKL Luzern, 13. März 2019 Foto Ruedy Hollenwäger

Minimal- und Avant-Garde-Komponist und Musiker Yann Tiersen performt im KKL Luzern, als einziger Station in der Schweiz.

Rezension:

Soeben erschien der neue Tonträger des französischen Minimal- und Avant-Garde-Komponisten und Musikers Yann Tiersen, gerade rechtzeitig zur grossen Tournee, die ihn im Moment durch die ganze Welt führt. mit Luzern als einziger Schweizer Destination. So war es denn erstaunlich, dass der Konzertsaal des KKL Luzern nicht proppenvoll war, obwohl viele Leute, wie man hören konnte, aus dem französischen Sprachraum, also der Romandie, dem auch nicht so fernen Elsass, oder dem Burgund angereist waren.

Mix aus verschiedenen Musikgenres schafft neue Klangwelten

Damit auch der richtige Sound entsteht
Damit auch der richtige Sound entsteht

Tiersens Musikstil verbindet französische Folkmusik Chanson und Musette mit Elementen aus der Rock- und Popmusik. Die Verwendung sich wiederholender, dabei leicht variierter Sequenzen rückt ihn in die Nähe der Minimal Music. Die Musik Tiersens wird häufig mit den Werken der Musiker Pascal Comelade Philip Glass, Michael Nyman und Eric Satie assoziiert. Aufgrund seiner Zusammenarbeit mit anderen französischen Musikern gilt Tiersen als wichtige Person innerhalb der neuen, oft mit dem Etikett Nouvelle Chanson belegten Chanson Szene Frankreichs. Für die verstärkte Wahrnehmung französischer Popmusik in Deutschland und der Deutschschweiz sorgte unter anderem der Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“, dessen Filmmusik Tiersen komponiert hat, wie auch den Soundtrack zu „Good Bye Lenin“. Der Multiinstrumentalist, der u.a. folgende Instrumente perfekt beherrscht: Klavier, Akkordeon, Mandoline, Bass, Gitarre, Banjo, Melodica, Vibraphon und diverse Schlaginstrumente, spielt seine Alben meist allein im Studio ein. Seine Musiktitel sind zum grössten Teil Instrumentalstücke, auf einigen singen jedoch auch Gastmusiker oder er selbst. In gewisser Weise erinnern seine Soundmixes an den jungen Jean - Michel Jarre.

Projektionen wie diese Felsenküse
Projektionen wie diese Felsenküse

Tiersen serviert einen Non Stopp zweistündigen psychedelischen Soundteppich, abgehoben intellektuell. Als Basis zu Beginn die experimentellen Hintergrundgeräusche ab Tonband u.a. Möwengekreische, Wal- bzw. Delphingesänge, Vogelgezwitscher usw. Dazu mehr oder weniger entsprechende Projektionen auf einer grossen Leinwand und, wie z.B. Meereswellen, Meeresbrandung an Felsenküste mit der entsprechenden Gischt, verlorene Inseln im Ozean, Felslandschaften etc., die dazu gespielten, sehr repetitiven, Läufe auf dem Klavier bald einmal eintönig. Dazwischen intonierte er das Klangwirrwarr auch mal auf dem Xylophon und dem Elektropiano, wozu er jeweils behende die Bühnenseite wechselte, im Dunkeln auf dem Set hin und her huschte. Fast unbemerkt, hatten sich inzwischen auch seine drei Mitmusiker, eine davon weiblich, dazu gesellt. Alle vier waren einfach gekleidet mit einer schwarzen Hose und einem ebensolchen T Shirt.

Gefällige Dahinplätscherpianomusik

Yann Tiersen bei einem Konzert 2007 an der Geige
Yann Tiersen bei einem Konzert 2007 an der Geige

Er spielt gefällig mit der Mystik, baut eine Spannung auf, die, so meinst Du, irgendwann eskalieren muss, was sie aber nicht tut. Er hält Dich zum Narren spannt den Flow noch eine Schleife weiter auf, landet schlussendlich in der Entspannung, ohne geplatzt zu sein. Alle Lieder sind sich sehr ähnlich, haben denselben Aufbau. Seine schnellen Ausritte an der Geige chaotisch und das E Piano meist auf eine Art Spinett/Cembalo eingestellt, wenig abwechslungsreich, manchmal gar etwas einschläfernd. Ich war zeitweise wie eingelullt. Die Entschleunigung wurde aufgebrochen, als Yann sich die Geige geschnappt hat. Der Kerl kann ja so ziemlich jedes Instrument spielen und so hat er auf diesen kleinen Klimperkisten und der Melodica „Amélie“ gespielt. Das war in etwa die einzige Melodie mit Wiedererkennungseffekt, während der Rest eine ununterbrochene Abfolge von Tonfolgen war. Psychedelisch, mit den verschiedensten Synthesizer - Klangvariationen eines Mitmusikers, während sich ein anderer einer Art Röhrenglocken bediente und auch zwischenzeitlich auch mal den Gong schlug, während eine Musikerin eine Art Sprechgesang zum Besten gab und dazwischen auch mal richtig sang, meist in englisch.

Die Grenze zum Kitsch ist manchmal nicht weit entfernt.

Yann Tiersen am Akkordeon
Yann Tiersen am Akkordeon

Die Musik von Yann Tiersen schrammte ja schon oft am emotionalen Kitsch vorbei, nun überschreitet er die Grenze mehrfach. Sehr freundlich ausgedrückt könnte etliche der Songs als schön und schwelgerisch bezeichnen, aber bisweilen ist es einfach zu viel des Guten. Es hilft zu wissen, dass sich der französische Multiinstrumentalist als ein sehr naturverbundener Mensch versteht. Was schon dadurch deutlich wird, dass er nicht nur auf der bretonischen Insel Quessant (je nach Sprache auch „Ushant“oder „Enez Eusa“ genannt) lebt, sondern dort auch wirklich angekommen ist.

Thiersen machte seine Inselträume wahr

Röhrenglocken, Symbolbild
Röhrenglocken, Symbolbild

Sein letztes, dort thematisch verortetes Studioalbum EUSA kann deshalb als Liebeserklärung an das kleine Eiland verstanden werden, Sein Album ALL entstand sogar an seinem Wohnsitz. „The „Eskal“ heißt Tiersens neues Studio, zusammen mit einem Gemeindezentrum samt Venue in einer verlassenen Diskothek errichtet. Zudem werden die elf Lieder überwiegend in der bretonischen (einer keltischen) Sprache gesungen, inhaltlich aber verlassen sie und die wieder vielen eingewobenen Field Recordings Quessant. Gleich das Eröffnungsstück mit seinem sanften Klavierspiel, dem Vogelgezwitscher und spielenden Kindern führt nach „Tempelhof“, „Usal Road“ nach Kalifornien, wo Yann Tiersen vor einigen Jahren die Bekanntschaft mit einem Berglöwen machte, als er sein Violinenspiel „Open Air“ aufnehmen wollte. Auf „Koad“ („Wood“) geht die Reise zusammen mit Anna von Hausswolff nach England in die südwestliche Grafschaft Devon, wo beeindruckende Mammutbaum-Wälder stehen.

Portraitfoto Yann Tiersen Foto Gaelle Evellin
Portraitfoto Yann Tiersen Foto Gaelle Evellin

Dies alles interessierte die anwesende, offensichtlich richtig „angefressene“ Fangemeinde wenig, applaudierten sie denn oft und herzlich, wann immer die Musiker eine der äußerst raren kleinen Pausen einlegten. So war es denn nicht erstaunlich, dass die Protagonisten zu vier Zugaben applaudiert wurden. Dieses „Supplement“ war es denn auch, was den Abend rettete, kehrte Thiersen dort doch zu dem zurück, wofür ihn seine Fans verehren. Experimentieren ohne abzuheben, Neues kreieren mit Fantasie und Virtuosität, Wohlfühlatmosphäre schaffen, ohne sich in Zuckerwatte eingebettet zu fühlen. Back tot he roots, reduce tot he max. Das Auditorium verdankte dies schlussendlich doch noch mit einer stehenden Ovation.

Text: Léonard Wüst www.leonardwuest.ch

Fotos: Ruedy Hollenwäger und

http://www.abc-production.ch/index,

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Teatro Cervantes de Málaga, AIDA von Giuseppe Verdi , 3. Februar 2019, besucht von Léonard Wüst

Aida im Teatro Cervantes in Malaga, Szenenfoto mit Orchester Foto Daniel Pérez
Aida im Teatro Cervantes in Malaga, Szenenfoto mit Orchester Foto Daniel Pérez

Produktion und Besetzung:

Production Teatro Cervantes de Malaga and
Telon Producciones

Aida MARIBEL ORTEGA
Radamés ALEJANDRO ROY
Amneris MALI CORBACHO
Amonasro LUIS CANSINO
Ramfis FELIPE BOU
King og Egypt CHRISTIAN DIAZ

Orquesta Filarmonica de Malaga
Coro de Opera de Malaga

Stage director Ignacio Garcia and Aurora Cano
Chorus director Salvador Vazquez
Conductor Arturo Diez Boscovich

Rezension:

Teatro Cervantes in Malaga
Teatro Cervantes in Malaga

Das heutige Teatro Cervantes wurde 1869 an der Stelle des Teatro del Príncipe Alfonso, das durch ein Feuer zerstört wurde, errichtet. Verantwortlich für die Pläne und den Bau sind der Architekt Gerónimo Cuervo und die Maler Muñoz Degrain und Bernardo Ferrándiz. Am 17. Dezember 1870 wird das Theater mit einer Aufführung von Rossinis Oper »Wilhelm Tell« eröffnet.

Lange Zeit vernachlässigtes Theater

Der Spanische Bürgerkrieg zerstört grosse Teile des Theaters und erst in den 1950er Jahren unternimmt man halbherzige Restaurierungsversuche. Zwischenzeitlich benutzt man das Teatro Cervantes hauptsächlich als Kino. Erst 1984 übernimmt die Stadt Málaga das Gebäude und finanziert den Wiederaufbau und den Unterhalt. 1987 wird das Teatro Cervantes von Königin Sofía wiedereröffnet.

Erwartungsvolles Publikum im Teatro Cervantes
Erwartungsvolles Publikum im Teatro Cervantes

Das Theater ist an diesem Abend total ausgebucht, die Honoratioren der Stadt haben in ihren Logen Platz genommen, das Orchester, das Orquesta Filarmonica de Malaga, das vom 40 Jahre jungen einheimischen Dirigenten Arturo Díez Boscovich geleitet werden wird, stimmt sich ein, es herrscht eine spannungsgeladene Vorfreude an diesem lauen Frühlingsabend.

Erfreulich authentische Inszenierung

Mali Corbacho und Frauenstimmen des Chores der Opera von Malaga.
Mali Corbacho und Frauenstimmen des Chores der Opera von Malaga.

Inszenierungen unserer Tage legen den Akzent weniger auf altägyptisch-exotische Bauten und Schauplätze, auf Palmwedel und das Schilf am Nilufer als vielmehr auf die sozialen, ethnischen und psychologischen Konflikte, die sich aus dem Liebesverhältnis zwischen dem ägyptischen Feldherrn Radames, der äthiopischen Sklavin mit nubischen Wurzeln Aida, Tochter des äthiopischen Königs Amonasro, und Amneris, der Tochter des ägyptischen Pharao ergeben.

Die Männerstimmen des Chores der Opera von Malaga und Felipe Bou als Ramfis  und Alejandro RoyRoy als Radamés
Die Männerstimmen des Chores der Opera von Malaga und Felipe Bou als Ramfis  und Alejandro RoyRoy als Radamés

Der massive Einfluss der Priesterkaste gehört ebenso zum Kolorit wie triumphale Aufzüge und ausführliche Rituale. Umso erfreulicher, dass in Malaga wieder einmal das Ursprüngliche gezeigt wird, nicht z.B. ein Radames als Yedi Ritter, wie auch schon gesehen

Opulentes, farbenprächtiges Bühnenbild.

Ramfis  Felipe Bou in der farbenprächtigen Inszenierung
Ramfis Felipe Bou in der farbenprächtigen Inszenierung

So sind das Bühnenbild und die Kostüme im klassischen Stil der Pharaonenempoche, monumental und sehr farbenprächtig gehalten.

Inmitten dieser Bildergewalt entwickelt sich das Liebesdreieck, bestehend aus der Pharaonentochter Amneris, der versklavten äthiopischen Prinzessin Aida und dem Feldherren Radamès, der schlussendlich wegen Landesverrat zum Tod verurteilt und als Strafe lebendig in einer Krypta eingemauert wird.

Der von gleich zwei Prizessinnen umworbene Alejandro Roy als Radames
Der von gleich zwei Prizessinnen umworbene Alejandro Roy als Radames

Der malagueñische Radames scheint eine Vorliebe für sehr üppige Damen zu haben, waren doch die Rollen seiner zwei Verehrerinnen, mit Maribel Ortega in der Titelrolle (geschätzte 130 kg) und vor allem mit Maria Louisa Corbacho (geschätzte 170 kg) als deren Rivalin Amneris mit äusserst fülligen Sängerinnen besetzt.

Exzellente sängerische und schauspielerische Leistungen

Mali Corbacho als Amneris und Maribel Ortega als Aida
Mali Corbacho als Amneris und Maribel Ortega als Aida

Maribel Ortega als äthiopische Prinzessin Aida schaffte es, sich immer wieder selbst zur noblen Räson zurufen. Selbst in dem verzweifelten Momenten behält sie die Fassung, singt ganz nüchtern und schlank mit warmen und weichen Klang, wenngleich allerdings in hoher Lage der Ton an Schärfe gewinnt, verstärkt durch ein ausladendes Vibrato. Ihr männlicher Gesangspartner Alejandro Roy sang den ägyptischen Feldherrn Radamès. Die berühmte Auftrittsarie Celeste Aida versprach einen wunderbaren Abend, ein Versprechen, das notabene, auch gehalten wurde.

Die schwergewichtige María Luisa Corbacho als Amneris
Die schwergewichtige María Luisa Corbacho als Amneris

Gesanglich ist Maria Luisa  Corbacho die unangefochtene Nummer eins des Abends. mit ihrem voluminösen, kräftigen und unheimlich wendigen Mezzosopran. Durch ihre perfekte Beherrschung der Partitur, das effektvolle Spiel mit den Klangfarben und die schauspielerischen Fähigkeiten konnte sie der komplexen Figur der Amneris die Tiefenschärfe geben, die sie im Spannungsfeld zwischen Liebe, Fragilität, Bösartigkeit und Rache benötigt. Felipe Bou als fast schon pingelig genauer Hohepriester Ramfis und Luis Cansino als energisch-kämpferischer König der Äthiopier Amonasro komplettierten das Gesangsensemble stimmig.

Tadelloses Hausorchester unter Arturo Díez Boscovich

Dirigent Arturo Díez Boscovich voller Energie
Dirigent Arturo Díez Boscovich voller Energie

Mit einer ausgezeichneten, tadellosen Leistung konnte das Orquesta Filarmonica de Malaga unter der Leitung von Arturo Díez Boscovich brillieren. Das Changieren zwischen den vielen privaten, intimen Momenten und öffentlicher Freude, die ihren Höhepunkt im Triumpfmarsch im zweiten Akt findet. Auch wenn insgesamt ein paar Abstriche zu verzeichnen sind: wenn am Ende Aida und Radamès in ihrem Grab-Gefängnis im Liebesduett vom Tal der Tränen (O terra, addio; addio valle di pianti) sich verabschieden und gleichzeitig Amneris der Göttin Isis die Seele ihres Geliebten empfiehlt (Pace t’imploro salma adorata) und die Oper mit ihren Friedensrufen endet, spätestens dann war jeder Besucher aufs Tiefste berührt.

Starke, aufwühlende Schlussszene

Alejandro Roy als Radamés und Maribel Ortega  als Aida in der Schlussszene
Alejandro Roy als Radamés und Maribel Ortega als Aida in der Schlussszene

„O terra addio“, singen Aida und Radames am Schluss, der ägyptische Feldherr und die äthiopische Königstochter, zwei unmöglich Liebende, leibhaftig Begrabene, deren Völker Krieg gegeneinander führen: „Leb wohl, du Welt, du Tal der Tränen.“ Hohe Bs, glitzernde Geigen, chorisches Raunen. Dazu schreitet, zur Verblüffung des Publikums, Amneris überraschend von hinten  durch die Zuschauerreihen

Diese Liebe, sagt Verdi, der Bittere, kann nur im Tod enden, im gegenseitigen Ersticken.

Eine durchwegs gelungene Inszenierung in stilvollem Ambiente, die vom begeisterten Publikum mit einer „Standing Ovation“ honoriert wurde

Kleine Fotodiashow der Produktion von Daniel Pérez, Teatro Cervantes Malaga:

fotogalerien.wordpress.com/2019/03/13/teatro-cervantes-de-malaga-aida-von-giuseppe-verdi-3-februar-2019-besucht-von-leonard-wuest/

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: http://www.teatrocervantes.com/en Daniel Perez

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Oscars 2019: Interview mit Prof. Dr. Annette Brauerhoch von der Universität Paderborn

Prof. Dr. Annette Brauerhoch im Filmraum der Universität Paderborn.  Universität Paderborn, Simon Ratmann
Prof. Dr. Annette Brauerhoch im Filmraum der Universität Paderborn. Universität Paderborn, Simon Ratmann

Am 24. Februar blickte die Welt wieder gespannt nach Hollywood: Zum 91. Mal
wurden die Oscars verliehen. Filmwissenschaftlerin Prof. Dr. Annette
Brauerhoch spricht im Interview über das internationale Standing des
deutschen Films, den aktuellen Erfolg mexikanischer Filmschaffender und
das erneute Fehlen von Regisseurinnen auf der Nominiertenliste für die
„Beste Regie“.

Frau Brauerhoch, wie beurteilen Sie das derzeitige Niveau des
internationalen Films?

Brauerhoch: Um einen Eindruck vom internationalen Film zu bekommen, ist
man mittlerweile auf Festivalbesuche angewiesen, wie z. B. die
„Berlinale“, aber auch auf zum Teil spezialisierte Filmfestivals. Davon
gibt es alleine in Deutschland Dutzende, wie die „Internationalen
Kurzfilmtage Oberhausen“, die Dokumentarfilmfestivals in Leipzig und
Duisburg, das „Lichter Filmfest“ und „Nippon Connection“ in Frankfurt,
„GoEast“ und „Exground“ in Wiesbaden und viele andere mehr. In die großen
kommerziellen Kinos kommen die wenigsten Filme und was wir dort zu sehen
bekommen ist diktiert von Verleihstrukturen – da haben die Kinos kaum
Spielraum für eigene Entscheidungen oder Programmgestaltung. Eine
Alternative bieten Programmkinos, aber viele Städte, darunter Paderborn,
haben leider keines. Die Frage lässt sich also nicht adäquat beantworten,
da vom internationalen Filmschaffen sehr wenig in unseren Kinos vertreten
ist. Filme aus Japan, Korea, China, den Philippinen oder aus dem Iran, der
Türkei und Russland, um nur ein paar wenige Länder zu nennen, sind z. B.
in Cannes gut vertreten. Für eine Kinoauswertung verlassen sich die
Verleiher allerdings nach wie vor lieber auf Hollywood bzw. ist die Macht
der Verleiher für Hollywood-Filme besonders groß. Es geht also weniger um
Niveau, sondern mehr um Macht und Ohnmachtstrukturen.

Der Film „Roma“ des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón gilt als einer
der Oscar-Favoriten. Cuarón ist in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert,
Yalitza Aparicio und Marina de Tavira, zwei Schauspielerinnen des Films,
in den Kategorien „Beste Haupt- und Nebendarstellerin“. 2014, 2015, 2016
und 2018 erhielt ein Mexikaner den Oscar für „Beste Regie“. Wie erklären
Sie sich diesen Erfolg mexikanischer Filmschaffender?

Brauerhoch: In Zeiten der Migration ist dies tatsächlich aussagekräftig
für eine Branche, die auf ein Gespür für die Sensibilitäten ihres
Publikums angewiesen ist. Lateinamerikaner bilden in den USA die
zweitgrößte ethnische Gruppe, fast 65 Prozent davon sind Mexikaner. Die
Auszeichnungen und Nominierungen sprechen aber auch für die verbindende
und produktive Kraft geteilter und gemeinsamer kultureller Erfahrungen:
Die drei Oscar-prämierten Regisseure Alfonso Cuarón, Alejandro González
Iñárritu und Guillermo del Toro sind miteinander befreundet, sie
unterstützen sich gegenseitig. Das Aufweichen der „weißen Oscars“ haben
zudem die schwarzen US-Amerikaner vorangetrieben – denken Sie an die
berühmte Ansprache von Chris Rock als Moderator der Academy Awards 2016.
Yalitza Aparicio ist die erste indigene Mexikanerin, die für den Preis als
beste Hauptdarstellerin nominiert ist. Salma Hayek, die 2002 für „Frida“
nominiert wurde, ist Mexikanerin und US-Amerikanerin, sie selbst
beschreibt sich als halb spanisch, halb libanesisch.

Die Nominierung von „Roma“ kann man als Ausdruck einer Form von versuchter
„political correctness“ sehen und als Ehrfurcht vor der Inszenierung des
Films in schwarz-weiß, was sofort einen gewissen Automatismus auslöst,
darin „Kunst“ zu sehen. Gemessen an anderen Oscar-Nominierungen wie
beispielsweise „A Star is born“ hat er aber wirklich eindrucksvolle
ästhetische Qualitäten, die allerdings eigentlich die große Leinwand
brauchen, um angemessen gewürdigt werden zu können. Mit „Roma“ wird ja ein
Film nominiert, der als Netflix-Produktion kaum eine Kinoauswertung
erfährt und die Debatte über das Verhältnis von Streaming-Angeboten und
Kinowahrnehmung weiter befeuert.

In den Königsdisziplinen „Beste Regie“ und „Beste Kamera“ sind wieder
einmal ausschließlich Männer nominiert. Was sagt das über das derzeitige
Filmbusiness aus?

Brauerhoch: Es ist ein klares Armutszeugnis. Auf einer alternativen
Oscarliste (https://www.dazeddigital.com/film-tv/article/43019/1/oscars-
nominations-women-directors-snubbed
) werden so wichtige Namen und
wunderbare, interessante Filme wie Debra Graniks „Leave no Trace“, Lynne
Ramsays „You Were Never Really Here“ oder Claire Denis „Let the Sunshine
In“ genannt. Ich befürchte, dass „I Am Not a Witch“ von Rungano Nyoni, der
z.B. auf dem „Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund/Köln“ lief,
sowie „Madeline’s Madeline“ von Josephine Decker, „Private Life“ von
Tamara Jenkins, „The Miseducation of Cameron Post“ von Desiree Akhavan,
„Nancy“ von Christina Choe und „Oh, Lucy!“ von Atsuko Hirayanagi eher
unbekannt und ungesehen bleiben werden. 2010 war Kathryn Bigelow in der
Geschichte der Academy Awards die erste Frau, die einen Oscar für die
beste Regie bekam. Eine schwarze Regisseurin wurde noch nie nominiert. Die
91. Oscars werden die 86. sein, die ohne weibliche Nominierung für „Beste
Regie“ aus-kommen.

Florian Henckel von Donnersmarck ist mit seinem Film „Werk ohne Autor“ in
der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Davon abgesehen:
Wie steht der deutsche Film aktuell im internationalen Vergleich da?

Brauerhoch: Der deutsche Film hat durch den Nationalsozialismus einen so
heftigen Einbruch erfahren, dass die deutsche Filmgeschichte und ihr
„Versagen“, milder ausgedrückt ihre Eigenheit, nicht ohne diesen
Einschnitt zu denken ist. Hinzu kommt ein höchst komplexes und
kompliziertes Filmförderverfahren und -abkommen, an das die Filme – unter
Vernachlässigung des Publikums – angepasst werden. Das radikale Abwerten
von Film als „Unterhaltung“ gegenüber einer sogenannten „ernsten Kultur“
gibt es in anderen europäischen Ländern nicht, die ihre Cinematografien
und Filmbildung stärker fördern und pflegen, allen voran Frankreich, aber
auch Italien, Polen und andere osteuropäische Länder. Die Kinokultur, auch
gemessen an Kinobesuchen, hinkt in Deutschland anderen europäischen
Ländern hinterher, für die Kino selbstverständlich die große Kunstform des
20. Jahrhunderts ist.

Wie lautet Ihr persönlicher Filmtipp?

Brauerhoch: Mehr ins Kino gehen.

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