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Sammlung James Last: „Happy Sound“ kommt an die Universität Freiburg

Prof. Dr. Dr. Klaus Fischer und Dr. Knut Holtsträter vom Zentrum für Populäre Kultur und Musik.  Quelle: Michael Spiegelhalter  Copyright: Universität Freiburg
Prof. Dr. Dr. Klaus Fischer und Dr. Knut Holtsträter vom Zentrum für Populäre Kultur und Musik. Quelle: Michael Spiegelhalter Copyright: Universität Freiburg
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Das Zentrum für Populäre Kultur und Musik (ZPKM) der Universität Freiburg
hat am 25. September den musikalischen Nachlass des international
erfolgreichen Musikers – und Erfinders des sogenannten „Happy Sounds“ –
James Last erhalten. Ziel der Universität Freiburg ist es, das musikalische Erbe des Weltstars
zu erschließen, zu archivieren sowie der Forschung und Lehre zugänglich zu
machen.

Die Erbengemeinschaft des Musikers hat die Sammlung während der
interdisziplinären Tagung „Non Stop Dancing zu Melodien für Millionen –
Tanz- und Unterhaltungsorchester in Deutschland von der Nachkriegszeit bis
heute“ überreicht.

Von handschriftlichen Partituren über Schallplatten, Tonbänder und
Videokassetten bis hin zu Fanartikel, persönlichen Briefen und
Geschäftsunterlagen: Sorgfältig verstaut in rund 200 große Versandkartons,
gewährt der musikalische Nachlass von James Last (1929-2015) umfangreiche
Einblicke in das Leben, kreative Wirken und die Arbeitsweise des deutschen
Bandleaders, Komponisten und Arrangeurs. Dessen Erbengemeinschaft hat die
Sammlung am 25. September 2025 an das Zentrum für Populäre Kultur und
Musik (ZPKM) der Universität Freiburg überreicht. Die Übergabe erfolgte
während der interdisziplinären Tagung „Non Stop Dancing zu Melodien für
Millionen – Tanz- und Unterhaltungsorchester in Deutschland von der
Nachkriegszeit bis heute“, die das ZPKM am 25. und 26. September 2025
ausgerichtet hat.

„James Last war weltweit bekannt für seine eingängigen Arrangements und
seinen – wie er ihn nannte – ‚Happy Sound‘. Daher ist es ein großer Gewinn
für die Universität Freiburg, mit seinem künstlerischen Nachlass ein
prägendes Stück internationaler Musikgeschichte anvertraut zu bekommen“,
sagt Prof. Dr. Sylvia Paletschek, Prorektorin für Universitätskultur an
der Universität Freiburg. Sie nahm die Sammlung gemeinsam mit Christina
Leib, Kanzlerin der Universität Freiburg, entgegen. „Die Universität wird
das musikalische Erbe von James Last nicht nur erschließen und langfristig
archivieren, sondern es Studierenden, Lehrenden und Forschenden der
Universität, der Hochschule für Musik in Freiburg und darüber hinaus
zugänglich machen“, sagt Dr. Knut Holtsträter, Wissenschaftlicher
Mitarbeiter und Akademischer Oberrat am ZPKM. „Wir möchten es ihnen
ermöglichen, die mitunter unikalen historischen Zeugnisse als
Primärquellen in ihre Arbeit einbinden zu können.“

Anspruch: Offenheit für vielseitige Forschungsfragen gewährleisten

Daher hat die Universität Freiburg die Sammlung komplett übernommen.
„Obwohl er international sehr erfolgreich war und es beispielsweise
geschafft hat, Beat- und Rockmusik in seinen Orchesterklang zu übertragen,
das weltweit Generationen begeisterte und international große Erfolge
feierte, ist James Last wissenschaftlich noch nicht erforscht.
Entsprechend möchten wir als Archiv die Offenheit gewährleisten, dass
möglichst vielseitige Forschungsfragen an das Material des
Unterhaltungskünstlers gestellt und beantwortet werden können“, sagt
Holtsträter.

Zur Entscheidung der Erbengemeinschaft, die Sammlung an die Universität
Freiburg zu überreichen, erklärt Prof. Dr. Dr. Michael Fischer,
Geschäftsführender Direktor am ZPKM: „Das Zentrum für Populäre Kultur und
Musik zählt zu den führenden Forschungsinstituten auf dem Gebiet der
populären Musik in Europa. Zu seinen Alleinstellungsmerkmalen zählt der
Verbund zwischen Sammlung und Forschung. Insbesondere dieses
Alleinstellungsmerkmal hat die Familie Last bewogen, ihre Sammlung an die
Universität Freiburg zu geben. Der Erbengemeinschaft war es wichtig, dass
die Sammlung wissenschaftlich genutzt wird.“

Einen Vorgeschmack auf Themen, die das ZPKM potenziell beschäftigen
könnten, gibt das Programm der interdisziplinären Tagung „Non Stop Dancing
zu Melodien für Millionen – Tanz- und Unterhaltungsorchester in
Deutschland von der Nachkriegszeit bis heute“. In ihren Beiträgen geben
Vertreter*innen aus Forschung und Praxis Einblicke in das Wirken von Tanz-
und Unterhaltungsorchester. Gleichzeitig spannen sie einen Bogen zwischen
Musikgrößen wie James Last, Willy Berking und Theo Schumann und den
Musikensembles von WDR und ORF. Ergänzend dazu sprechen Mitglieder
aktueller Ensembles, etwa der SWR Big Band und des Rundfunk-Tanzorchesters
Ehrenfeld.