Medienpreise der Deutschen Mathematiker-Vereinigung für Demian Nahuel Goos und Lavina Stauber
Pressemitteilung der Deutschen Mathematiker-
Vereinigung (DMV) und der Walter de Gruyter Stiftung. Die diesjährigen
Preisträger*innen der DMV-Medienpreise stehen fest: sie gehen an Demian
Nahuel Goos und Lavina Stauber. Eine Lobende Erwähnung gibt es für die
Reportage von Martin Schlak zum geplanten mathematischen
Forschungsinstitut in der Ukraine trotz Kriegsalltags. Das beschloss eine
Jury kürzlich in Berlin.
Der mit 5.000 € dotierte Medienpreis der DMV würdigt herausragende
Leistungen bei der Vermittlung und Popularisierung von Mathematik. Er geht
dieses Jahr an den promovierten Mathematiker und freien Journalisten
Demian Nahuel Goos. Er hat in den vergangenen Jahren neue Formate der
Wissenschaftskommunikation entwickelt, wie zum Beispiel den Audiopodcast
„Geschichten aus der Mathematik“ und ein Kunstprojekt mit Werken von
Mathematiker*innen, weltweit. Ausstellungen damit wurden bereits mehrfach
auf dem Heidelberg Laureate Forum gezeigt, das von der Klaus Tschira
Stiftung ins Leben gerufen wurde. Die Stiftung förderte im Jahr 2023 auch
ein Fellowship von Goos im MIP.labor an der Freien Universität Berlin.
Hier entstanden auch die Idee und die ersten Folgen der „Geschichten aus
der Mathematik“. Sie finden inzwischen über die Plattform „detektor FM“
Verbreitung. „Die Kreativität von Herrn Goos ist beeindruckend und wir
wünschen uns, dass er seinen Weg – auch mit Hilfe des Preisgelds – weiter
geht“, sagte die DMV-Vorständin und Vorsitzende der Jury Gudrun Thäter.
Die Preisgelder stiftet seit Jahren die Walter de Gruyter Stiftung.
Den DMV-Journalistenpreis des Jahres 2025, dotiert mit 1000 €, bekommt die
frei schaffende Journalistin Lavina Stauber für Ihren Hörfunkbeitrag zur
Lösung der Poincaré-Vermutung, entstanden im Auftrag des Bayerischen
Rundfunks (BR2, Radiowissen) gemeinsam mit der Redakteurin Yvonne Maier.
„Die Autorin nähert sich in ihrem Beitrag sehr mutig der Geometrie höherer
Dimensionen und erzählt die spannende Geschichte der Lösung dieses
Millennium-Problems, das 100 Jahre lang ungelöst blieb, bis der russische
Mathematiker Grigori Perelman die Lösung fand und die eine Million Dollar
Preisgeld dafür ausschlug “, sagte DMV-Präsident Jürg Kramer nach der
Sitzung. Der Beitrag wurde am 11. Februar 2025 auf Bayern 2 gesendet und
seitdem 44.000 mal in der ARD-Audiothek abgerufen.
Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für die Reportage „Die
Zukunftsformel“ aus, die Martin Schlak Ende 2023 im stern veröffentlichte.
Darin begleitet er Mathematiker*innen in der Ukraine auf ihrem Weg „aus
der Welt der Zahlen in die Welt der Gewalt“, also wie sie trotz der
Kriegssituation in ihrem Heimatland versuchen, ihren Traum von einem
mathematischen Forschungsinstitut in der Ukraine zu verwirklichen. Schlak
ist inzwischen Redakteur im Ressort Wissen beim Spiegel in Hamburg.
