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Zwei Millionen Euro für Energieforschung an der OTH Regensburg

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Technisch anspruchsvolle Lösungen in der Energiewirtschaft und enge
Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Region: Das zeichnet die beiden
neuen EU-geförderten Transfer-Projekte zu Wasserstoff und Energienetzen
der OTH Regensburg aus.



Zwei Forschungsprojekte im Bereich nachhaltiger Energietechnologien werden
vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördert – mit einer Gesamtsumme
von mehr als zwei Millionen Euro. Damit zählt die Hochschule zu den großen
Gewinnerinnen der aktuellen Förderrunde des Bayerischen
Wissenschaftsministeriums. Im Mittelpunkt steht der direkte
Wissenstransfer: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sollen rasch in die
Praxis von kleinen und mittelständischen Unternehmen einfließen, damit
diese ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und zugleich einen Beitrag zur
Energiewende leisten können.

Mit dem Projekt „Digitale Plattform für Echtzeit-Performance-Management
und
Wartungsmaßnahmen von Energienetzen (DIGINET)“ unter der Projektleitung
von Prof. Dr.-Ing. Aida Nonn und Prof. Dr.-Ing. Andreas Lesser entwickelt
die OTH Regensburg eine digitale Plattform, die Energienetze wie
Wasserstoff- oder CO₂-Pipelines in Echtzeit überwacht. Mithilfe
Künstlicher Intelligenz und virtueller Abbilder der Anlagen, sogenannter
„digitaler Zwillinge“, können Lecks, Korrosion oder Druckschwankungen
frühzeitig erkannt werden. Für Unternehmen bedeutet das mehr Sicherheit,
geringere Kosten und weniger Umweltrisiken.

Das zweite „Projekt Wissenstransferplattform zu nachhaltigen Energie- und
Wasserstoffsystemen – Technologische und ökonomische Resilienz durch Best-
Practice-Entwicklung und Optimierung (WiTra-H2)“ unter der Projektleitung
von Prof. Dr.-Ing. Belal Dawoud knüpft an die Dynamik des Zukunftsthemas
Wasserstoff an. Viele kleinere Unternehmen möchten in diesem Feld aktiv
werden, verfügen jedoch nicht über eigene Forschungs- und
Entwicklungsabteilungen. Hier setzt die OTH Regensburg an: Mit Best-
Practice-Beispielen, praxisnahen Schulungen und einem speziellen Planungs-
und Optimierungstool unterstützt das Projekt Firmen dabei, eigene Lösungen
im Bereich Wasserstoff und Energiespeicherung umzusetzen und neue
Geschäftsfelder zu erschließen.

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume gratuliert: „Effektiver und
schneller Wissenstransfer ist Innovationsfaktor und Wachstumsbeschleuniger
für unsere Unternehmen. Mit dem Europäischen Sozialfonds stärken wir den
direkten Wissenstransfer von den Hochschulen in unsere kleinen und
mittleren Unternehmen. Die OTH Regensburg profitiert in dieser Förderrunde
mit satten zwei Millionen Euro besonders. Herzlichen Glückwunsch zu zwei
überzeugenden Projekten. Mit der Förderung geben wir den Ideen aus der
Theorie einen ordentlichen Schub, um in der Wirtschaft durchzustarten.
Gerade in Zeiten globaler Krisen müssen wir vorangehen: Strategische
Unabhängigkeit entsteht nicht von allein – die Kombination von Forschung,
Wissenstransfer und Unternehmertum ist entscheidend.“

„Das ist ein toller Erfolg aller beteiligten Kolleginnen und Kollegen. Die
Projekte zeigen einmal mehr die hohe Qualität unserer Forschungsarbeit und
die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Region“, betont Prof. Dr.
Oliver Steffens, Vizepräsident für Forschung.

Auch die Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule wird durch die Projekte
unmittelbar vorangetrieben. Prof. Dr. Christoph Skornia, Vizepräsident für
Nachhaltigkeit, erklärt: „Beide Vorhaben zeigen, wie wir Nachhaltigkeit an
der OTH Regensburg ganz konkret umsetzen: Wir entwickeln Technologien, die
Energie sicherer, effizienter und klimafreundlicher machen und wir geben
dieses Wissen gezielt an Unternehmen weiter. So leisten wir einen
praktischen Beitrag zur Energiewende in Bayern.“

Beide Projekte starten zum 1. Januar 2026 und laufen bis 31. Dezember
2028.

Aktuelle Forschungsprojekte an der OTH Regensburg sind auf der Website
https://www.oth-regensburg.de/forschen/projekte abrufbar.