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Behutsam erneuert, nachhaltig genutzt: OTH Regensburg entwickelt Standort Prüfening weiter

Stimmige Farben, durchdachtes Mobiliar und Ruhe: Das neue Studiloft bietet optimale Lernbedingungen und wurde mit Studierenden gestaltet. Von links: Vizekanzler Utto Spielbauer, Studentin Judith Gabriel, Student Lukas Läpple und Kanzler Peter Endres.  Quelle: Simone Grebler  Copyright: OTH Regensburg
Stimmige Farben, durchdachtes Mobiliar und Ruhe: Das neue Studiloft bietet optimale Lernbedingungen und wurde mit Studierenden gestaltet. Von links: Vizekanzler Utto Spielbauer, Studentin Judith Gabriel, Student Lukas Läpple und Kanzler Peter Endres. Quelle: Simone Grebler Copyright: OTH Regensburg
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Ein neuer Außenaufzug und moderne Lernräume verbessern die
Barrierefreiheit und Studienbedingungen am Standort Prüfening der OTH
Regensburg. Nun folgt die Sanierung von Teilen der Fassade und des Dachs,
begleitet von einem Lehrforschungsprojekt der Fakultät Architektur.

Der Standort Prüfening der OTH Regensburg entwickelt sich Schritt für
Schritt weiter zu einem modernen und zugleich identitätsstiftenden Lern-
und Arbeitsort. Nach zahlreichen Aufwertungsmaßnahmen in den vergangenen
Monaten steht nun eine weitere Sanierung an: Im Rahmen einer sogenannten
„kleinen Baumaßnahme“ werden Teile der Fassade und einzelne Dachflächen
des denkmalgeschützten Gebäudes an der Prüfeninger Straße instandgesetzt.
Ziel ist es, die Aufenthalts- und Studienqualität am Standort nachhaltig
zu verbessern und das geschichtsträchtige Ensemble langfristig zu
erhalten.

Bereits im Frühjahr 2025 wurde mit der Inbetriebnahme eines neuen
Außenaufzugs ein wichtiger Beitrag zur Barrierefreiheit geschaffen. Drei
neu angelegte Behindertenparkplätze sind inzwischen ebenfalls vor dem
Außenaufzug entstanden. Zudem wurde ein „Studiloft“ als Lernort mit
Teamarbeitsbereichen und abgeschirmten Arbeitsplätzen in Anlehnung an das
Studierendenhaus am Hauptcampus eröffnet. Hier durften die Studierenden
nicht nur vorab ihre Ideen und Wünsche beitragen, sondern auch aktiv an
der Gestaltung mitwirken. Das Farbkonzept der Möbel ist an die
Innenausstattung des ab den 1950er-Jahren erbauten Gebäudekomplexes
angepasst. Ein weiterer Baustein der modernen Lehr- und Lerninfrastruktur
ist der neue Scale-up-Raum, der mit Lerninseln und eigener technischer
Ausstattung kollaboratives Arbeiten ermöglicht.

Historische Bausubstanz, zukunftsgerichtetes Konzept

„Wir wollen den Standort Prüfening als lebendigen Lern- und Arbeitsraum
weiterentwickeln, im Einklang mit seiner historischen Bausubstanz und
unter Einbeziehung unserer Studierenden“, sagt Kanzler Peter Endres. „Die
anstehende Fassaden- und Dachsanierung ist dabei ein weiterer Schritt, um
die Attraktivität und Nutzbarkeit des Gebäudes langfristig zu sichern.“

Besonders hervorzuheben ist die enge Verzahnung von Wissenschaft und
Verwaltung: Die OTH Regensburg übernimmt für die Maßnahme die
Bauherreneigenschaft – ein Novum, wie Vizekanzler Utto Spielbauer betont.
Zugleich werden Forschung und Lehre aktiv mit einbezogen. Im Rahmen eines
Lehrforschungsprojekts der Fakultät Architektur werden die bauhistorische,
konstruktive und bauklimatische Analyse des Gebäudes sowie Entwurfs- und
Sanierungskonzepte erarbeitet. Zum 1. November nimmt zudem eine neue
Projektmitarbeiterin ihre Tätigkeit auf, um die energetische Dach- und
Fassadensanierung planerisch und organisatorisch zu begleiten.

Schritt für Schritt zum modernen Lern- und Arbeitsort

Elke Würth, stellvertretende Leiterin der Abteilung Gebäude und Technik
der OTH Regensburg ist für die Weiterentwicklung des Standorts zuständig:
„Das Gebäude in Prüfening ist ein besonderer Ort mit eigener Atmosphäre.
Mit jeder Maßnahme schaffen wir mehr Komfort, mehr Sicherheit und eine
Umgebung, in der Lernen und Arbeiten Freude macht. Wir haben aber noch
große Aufgaben im infrastrukturellen Bereich, die wir sukzessive angehen
möchten.“ Trotz der restriktiven Vorgaben des Denkmalschutzes bietet das
Studiloft eine offene und gemütliche Atmosphäre für Lehre, Lernen und
Aufenthalt.

„Für uns ist das Projekt ein gelungenes Beispiel dafür, wie Denkmalschutz,
Nachhaltigkeit und Hochschulentwicklung zusammengehen können“, betont
Gerhard Haslbeck, Bereichsleiter Hochschulbau am Staatlichen Bauamt
Regensburg. „Gemeinsam mit der OTH Regensburg gelingt es, historische
Substanz zu bewahren und gleichzeitig moderne Anforderungen an
Energieeffizienz und Nutzungskomfort umzusetzen.“

Auch die Studierenden sind von den Veränderungen, vor allem vom Studiloft,
begeistert: Judith Gabriel und Lukas Läpple von der Studierendenvertretung
sind überzeugt von der hohen Aufenthaltsqualität im modernen Ambiente.

Mit der fortlaufenden Entwicklung des Standorts Prüfening setzt die OTH
Regensburg den im Hochschulentwicklungsplan 2023 formulierten Anspruch um,
ihre Campusflächen als Lebensräume zu gestalten – mit hervorragenden
Studienbedingungen, hoher Aufenthaltsqualität und verantwortungsvollem
Umgang mit Bestand und Geschichte.