Internationale Delegation aus der Türkei zu Gast in Duisburg: fachlicher Austausch zur Suchthilfe
Die Stadt Duisburg durfte kürzlich eine besondere Besuchergruppe aus ihrer
türkischen Partnerstadt Gaziantep willkommen heißen. Eine Delegation aus
Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, Gesundheitsmanagerinnen und
-managern, Ärztinnen und Ärzten sowie Psychologinnen und Psychologen
stoppte auf ihrer europäischen Dienstreise in Duisburg, um auch hier
verschiedene Suchthilfesysteme kennenzulernen.
Die Fachgruppe setzte
sich aus Expertinnen und Experten der Gaziantep Metropolitan Municipality,
Abteilung für Gesundheitsdienste, sowie der Gaziantep Provinzialdirektion für
Gesundheit zusammen.
Mit großem Interesse und Engagement informierten sich die Fachleute über
den Suchthilfeverbund e.V. sowie die Angebote der Suchtberatungsstelle
Nikolausburg der Caritas. Die ambulanten Beratungs- und
Rehabilitationsangebote international zu präsentieren, war auch für die
Duisburger Kolleginnen und Kollegen wertvoll.
Das Gesundheitsamt der Stadt Duisburg, vertreten durch Maria-Aniela
Malikowska, Koordinatorin für Psychiatrie und Sucht, begleitete den Besuch.
Sie erläuterte die Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitsamt und den
Einrichtungen, sprach über aktuelle Herausforderungen und präsentierte die
Finanzierungsmodelle der ambulanten Suchtberatung. „Wir sind sehr stolz
darauf, zwei Einrichtungen der ambulanten Suchtberatung sowie
Rehabilitation vorstellen zu dürfen. Es freut uns sehr, dass wir wertvolle
Impulse aus unserer Versorgung geben konnten“, betonte Maria-Aniela
Malikowska.
Besonders spannend war auch der Blick in die Zukunft der türkischen
Suchthilfe in Gaziantep. Dort ist der Aufbau einer umfassenden Einrichtung
geplant, die neben ambulanten und stationären Hilfen auch
arbeitsmarktbezogene Maßnahmen zur sozialen Eingliederung anbieten soll.
Letztere sollen zugleich die Therapie begleiten – etwa durch handwerkliche
Tätigkeiten wie das Anfertigen von Teppichen oder Tonarbeiten, die nicht nur
die berufliche Eingliederung unterstützen, sondern auch zur Stabilisierung
und Strukturierung des Alltags beitragen sollen.
„Ein herzlicher Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen des
Suchthilfeverbunds sowie der Suchtberatungsstelle Nikolausburg der
Caritas, die den Besuch inhaltlich vorbereitet, durchgeführt und zweisprachig
begleitet haben. Ihr Engagement hat maßgeblich zum Gelingen dieses
inspirierenden Treffens beigetragen und den Grundstein für eine mögliche
zukünftige Kooperation mit der Gemeinde Gaziantep gelegt“, resümierte
Maria-Aniela Malikowska.
