Stadt Duisburg baut inklusives Schulmodell weiter aus
Die Stadt Duisburg weitet zum Schuljahr 2025/2026 das erfolgreiche
präventive Infrastrukturmodell auf 23 Schulen im Stadtgebiet aus. Es sollen
bessere Strukturen geschaffen, damit alle Kinder – unabhängig von ihren
individuellen Voraussetzungen und Unterstützungsbedarfen – gemeinsam
lernen können.
Das Modell sorgt für schnelle, niedrigschwellige
Unterstützung direkt vor Ort und trägt so zu einer gerechteren und
inklusiveren Bildungslandschaft bei.
Der Kern des präventiven Infrastrukturmodells sind feste Teams von
schulischen Assistenzen, die ausschließlich von einem Träger pro Schule
gestellt werden. Die Assistenzen bestehen aus Lehrkräften und
pädagogischen Fachkräften. Sie bilden feste Ansprechpersonen für die
Schülerinnen und Schüler und arbeiten flexibel und bedarfsgerecht in Einzel-
, Tandem- oder Gruppenbetreuung und sorgen so für passgenaue
Unterstützung. Die Hilfe ist ab Schuljahresbeginn vor Ort, wenn sie gebraucht
wird. Lange Wartezeiten und komplexe Antragswege entfallen. Kinder
erhalten genau so viel Unterstützung wie nötig und können gleichzeitig ihre
Selbstständigkeit und Selbstbestimmung weiterentwickeln.
Das Modell wirkt zudem einer Überbetreuung entgegen, was die Zahl
zusätzlicher Erwachsener im Klassenraum reduziert und so das
Klassenklima verbessert. Eine passgenaue Unterstützung verringert
außerdem das Risiko, dass Schülerinnen und Schüler mit
Unterstützungsbedarf ausgegrenzt oder benachteiligt werden. Gleichzeitig
profitieren sie von verlässlichen Strukturen und klaren
Vertretungsregelungen.
Mit dem präventiven Infrastrukturmodell reagiert die Stadt Duisburg auf die
steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern mit Unterstützungsbedarf und
setzt auf ein System, das frühzeitig, verlässlich und nachhaltig wirkt.
Bereits seit dem Schuljahr 2023/2024 gibt es an Duisburger Schulen das
präventive Infrastrukturmodell. Es wurde gemeinsam von Schulen, Trägern,
dem Jugendamt sowie dem Amt für Soziales und Wohnen entwickelt. Ziel ist
es, Schülerinnen und Schüler mit einer bestehenden oder drohenden
Behinderung frühzeitig und niedrigschwellig zu unterstützen.
