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Gesundheit

Das böse Wort mit „C“ – Wie lässt sich der Cholesterinspiegel unter Kontrolle halten?

Achten Sie auf Ihre Ernährung, Ihr Cholesterinspiegel ist zu hoch!“ Viele
Erwachsene werden früher oder später mit dem bösen „C“-Wort konfrontiert.
Doch was ist für einen zu hohen Cholesterinwert verantwortlich und wie
bekommt man diesen wieder unter Kontrolle? Zum diesjährigen Tag des
Cholesterins, am 14. Juni 2024, beantwortet Dr. Melanie Kandulski,
Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des
Universitätsklinikums Regensburg (UKR) sowie Fachärztin für Endokrinologie
und Diabetologie, die wichtigsten Fragen und räumt mit dem Mythos „Ei“
auf.

Was ist Cholesterin?

Dr. Kandulski: Cholesterin ist ein wichtiger Baustein in unserem Körper,
der zum Beispiel eine wesentliche Rolle bei der Stabilisierung der
Zellwände, der Nervenfunktion und der Bildung einiger Hormone spielt. Wenn
wir vom „schädlichen“ Cholesterin sprechen, ist eine bestimmte Unterform
gemeint: das LDL-Cholesterin. Das Lipoprotein LDL (Low Density
Lipoprotein) ist für den Transport des Cholesterins von der Leber zu den
anderen Organen verantwortlich. Sind die Körperzellen allerdings nicht
mehr fähig, weiteres Cholesterin aufzunehmen, steigt der LDL-Cholesterin-
Spiegel im Blut an. Wir wissen, dass Menschen mit hohem LDL-Cholesterin
ein gesteigertes Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder andere
Gefäßverschlüsse haben, da es wesentlicher Bestandteil in harten
Ablagerungen, so genannten Plaques, in den Gefäßwänden ist.

Wann ist der Wert zu hoch?

Dr. Kandulski: Das hängt von den individuellen Risikofaktoren ab.
Menschen, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben
oder deren nächste Angehörige bereits im jungen Alter daran erkrankt sind,
sollten besonders auf die Höhe ihres LDL-Cholesterins achten. Ebenso haben
Personen mit Diabetes oder Bluthochdruck sowie Raucher ein gesteigertes
Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Wie verhält es sich mit gewissen Mythen zum Cholesterin - sind zu viele
Eier tatsächlich schädlich für den Cholesterinwert?

Dr. Kandulski: Wenn man sich grundsätzlich gesund ernährt und ausreichend
bewegt, sollte der Verzehr mehrerer Eier pro Woche das Risiko für die
Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht steigern. Die neuesten
Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, nach denen nur ein
Ei pro Woche verzehrt werden sollte, beruhen nicht auf der Senkung des
gesundheitlichen Risikos, sondern darauf, dass erstmalig auch ökologische
Aspekte in die Empfehlungen eingeflossen sind.

Was kann ich tun, um den Wert im Griff zu haben?

Dr. Kandulski: Dabei gelten letztendlich alle Empfehlungen, die einen
gesunden Lebenswandel ausmachen: Es ist auf eine ausgewogene Ernährung mit
Vollkornprodukten, Gemüse, insbesondere pflanzlichen Eiweißen und Fetten
zu achten. Es sollten möglichst nicht mehr als 300 g Wurst und Fleisch pro
Woche verzehrt werden. Eine vegetarische Lebensweise bietet sich da
sicherlich an. Der Konsum von Süßem, Salzigem und Fettigem sollte gemieden
werden. Fertigprodukte sollten vollständig aus dem Speiseplan gestrichen
werden. Wasser, Kaffee und Tee sollten unsere hauptsächlichen
Flüssigkeitslieferanten sein. Unverdünnte Säfte, Softdrinks und Alkohol
sind absolute Luxusgüter. Nicht rauchen, außerdem Bewegung, Bewegung,
Bewegung.

Da die Höhe unseres LDL-Cholesterins auch eine genetische Komponente
aufweist, kann mit diesen Maßnahmen zwar das Risiko für die Entstehung von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt werden, manchmal wird das empfohlene
Cholesterin-Ziel jedoch nicht erreicht. Dann können effektive Medikamente
helfen, die den Körper neben den genannten diätetischen Maßnahmen
unterstützen, den Cholesterinspiegel weiter zu senken. Ein zu niedriges
LDL-Cholesterin gibt es dabei nicht.

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Medizinische Alltagshilfen gemeinsam entwickeln: Auftaktveranstaltung „BewegungsForscher“ am 20. Juni

Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
(RPTU) sowie das Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe IVW lädt im Rahmen
der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz zur Auftaktveranstaltung des
Citizen-Science-Projekts „BewegungsForscher“ ein. Es geht darum, dass
Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Forschenden medizinische
Alltagshilfen entwickeln. Die Veranstaltung findet am 20. Juni von 16 bis
19 Uhr im IVW in Kaiserslautern statt. Einlass ist ab 15.30 Uhr. Eine
Anmeldung bis zum 18. Juni ist erforderlich.

Das Projekt „BewegungsForscher“ ermöglicht es, Bürgerinnen und Bürgern
gemeinsam mit Forschenden medizinische Alltagshilfen zu entwickeln. Dabei
können sie eigene Erfahrungen und Ideen einbringen.

Mitmachen kann jeder, aber besonders Anwenderinnen und Anwender
medizinischer Hilfsmittel, ihre Angehörigen, Vertreterinnen und Vertreter
von Verbänden, Pflegekräfte, medizinisches Personal und Sanitätshäuser in
Rheinland-Pfalz sind eingeladen, teilzunehmen.

Bei der Auftaktveranstaltung wird zunächst das Vorhaben vorgestellt.
Danach gibt es Diskussionsrunden, in denen Beteiligte unter anderem ihre
persönlichen Erfahrungen und Herausforderungen im Umgang mit medizinischen
Hilfsmitteln schildern können.

Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis zum 18.
Juni anzumelden. Weitere Informationen zum Programm sowie die Anmeldung
gibt es unter: https://www.rti.uni-kl.de/fbt/offene-
digitalisierungsallianz-pfalz/citizen-science-for-you

Das Vorhaben „BewegungsForscher“ ist Teil des Citizen Science-Projekt, an
dem die RPTU im Rahmen der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz (ODPfalz)
gemeinsam mit dem IWV arbeitet.

Über die ODPfalz
Die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz ist ein Verbundvorhaben der
Hochschule Kaiserslautern, der Rheinland-Pfälzischen Technischen
Universität Kaiserslautern-Landau sowie der direkten Partner Fraunhofer-
Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) und des Leibniz-
Institut für Verbundwerkstoffe Kaiserslautern (IVW). Das Vorhaben stärkt
den Ideen-, Wissens- und Technologietransfer mit Wirtschaft sowie
Gesellschaft und entwickelt das regionale Innovationssystem mit Blick auf
besondere Aspekte der Digitalisierung weiter. Das Vorhaben wird vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Bund-Länder-
Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert.

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Für Schutz und Effektivität: Das steckt hinter der Arzneimittelsicherheit

Arzneimittelsicherheit Symbolbild
Arzneimittelsicherheit Symbolbild

Die deutsche Arzneimittelsicherheit gewährleistet den Schutz der Patienten und bis zu einem gewissen Maß die Effektivität der Behandlung mit dem jeweiligen Medikament. Nur die umfassenden Sicherheitsmaßnahmen stellen sicher, dass Medikamente ihre gewünschte Wirkung entfalten, ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu verursachen. Dabei beschränkt sich die Arzneimittelsicherheit nicht nur auf den individuellen Patientenschutz, sondern geht weit darüber hinaus: mit seinen strikten Maßnahmen beeinflusst es das gesamte Gesundheitssystem. Was genau sieht die Arzneimittelsicherheit vor? Welche Organisationen sind daran beteiligt? Und wie sieht die richtige Anwendung von Arzneien im Allgemeinen aus? Alles rund ums Thema.

Arzneimittelsicherheit: eine Definition


Das Feld der Arzneimittelsicherheit reicht im Grunde von der Überwachung und Bewertung von Medikamenten, beginnend bei der Entwicklung bis zur Anwendung. Wichtige Organisationen wie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bewerten dabei die Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln, bevor diese auf den Markt kommen. Sobald diese für Patienten verfügbar sind, überwachen die zuständigen Behörden außerdem kontinuierlich die Anwendung und den sachgemäßen Gebrauch. Grundlegend arbeiten die Institutionen Hand in Hand und stellen gemeinsam sicher, dass die neuesten Arzneimittel nur dann zugelassen werden, wenn sie ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweisen. Zusätzlich helfen sie dabei, die Gebrauchsanweisungen der einzelnen Medikamente zu definieren.

Mögliche Zukunftsperspektiven der Arzneimittelsicherheit


Derzeit wird die Arzneimittelsicherheit noch von festgelegten Institutionen überwacht – aber wie sieht es in Zukunft aus? Da Künstliche Intelligenz (KI) immer breitere Felder des alltäglichen Lebens vereinfacht, ist es möglich, dass sie auch in Sachen Arzneien in Zukunft ein Wörtchen mitzureden hat. Die Intelligenz ermöglicht ganz andere Wege zur b Überwachung und Analyse von Medikamentenwirkungen und deren Einsatz. Potenzielle Risiken können gegebenenfalls viel früher entdeckt werden, was den Entwicklungsprozess neuer Arzneien deutlich beschleunigen könnte. Hinzu kommt, dass Technologien immer mehr auf eine personalisierte Medizin deuten, bei der die Behandlung auf die individuellen Bedürfnisse und genetischen Profile der Patienten zugeschnitten ist. Doch auch hier bleiben garantiert Behörden bestehen, die ein Auge auf den gesamten Prozess behalten werden.

Eine Sache der Anweisung: die richtige Anwendung von Arzneimitteln


Jedes Medikament wirkt anders und hat eine entsprechend andere Anwendung. Doch eines gilt immer: Die korrekte Anwendung beginnt mit der sorgfältigen Lektüre der Gebrauchsanweisung und Packungsbeilage. Diese Dokumente enthalten wichtige Informationen zur Dosierung, Einnahmezeit und möglichen Nebenwirkungen, insbesondere dann, wenn der Arzt zuvor keine ausreichende Auskunft über diese drei Punkte gegeben hat. Oft vernachlässigt, aber ebenso wichtig ist die ordnungsgemäße Lagerung der Arzneien, damit diese lang genug wirksam bleiben. Auch darüber gibt die Packungsbeilage gründlich Auskunft. Zusätzlich liegt es allerdings auch am Patienten, die Präparate regelmäßig nach ihrem Haltbarkeitsdatum zu überprüfen.

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie?


Keiner will sie, doch manche kriegen sie: Nebenwirkungen. Unter Nebenwirkungen versteht man unerwünschte Effekte, die bei der Einnahme von Medikamenten auftreten. Diese können von leichten Symptomen wie Hautreizungen bis zu schwereren Verläufen wie Blutungen reichen. Die Art der Nebenwirkung hängt natürlich stark von der jeweiligen Arznei ab. So oder so ist es wichtig, diese Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und dem behandelnden Arzt oder Apotheker zu melden, damit dieser dagegen vorgehen kann. In Deutschland können Nebenwirkungen auch an das BfArM gemeldet werden, das diese Informationen sammelt und auswertet. Durch solche Meldungen können Risiken besser eingeschätzt und Sicherheitsmaßnahmen verbessert werden – auch im Zuge der Arzneimittelsicherheit. Doch im Grunde sollten Patienten sich stets bewusst sein, dass nicht alle Nebenwirkungen schwerwiegend sind, aber eine frühzeitige Kommunikation trotzdem wichtig ist, um ernsthafte Komplikationen zu verhindern.

 

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Hautpflege im Sommer: Darauf sollte geachtet werden

Hautpflege im Sommer Symbolbild
Hautpflege im Sommer Symbolbild

Angenehme Temperaturen, strahlender Sonnenschein und blühende Wiesen: Was gibt es Schöneres, als seine freie Zeit im Sommer im Freien zu genießen? Ob ein Picknick im Park, entspannen im Garten oder eine ausgiebige Freibadsession. Draußen gibt es allerhand zu erleben. Damit die empfindliche Gesichtshaut jedoch nicht durch die trockene Luft und Hitze sowie Salz- und Chlorwasser leiden muss, gibt es einiges zu beachten.

Unsere Haut hat es nicht immer einfach: Während trockene Heizungsluft, ein eisiger Wind und wechselnde Temperaturen von draußen und drinnen ihr im Winter zu schaffen machen, wird es im Sommer nicht zwangsläufig besser. Trockene, aufgesprungene Hautstellen und rissige Lippen gehören dann zwar meist der Vergangenheit an, dafür drohen anderweitige Gefahren. Chlorwasser im Schwimmbad trocknet die Haut aus und reizt diese. Auch Salzwasser und trockene oder auch schwüle Luft können ihr zu schaffen machen. Nicht zu vergessen: Eine meist dauerhaft hohe UV-Belastung kann nicht nur zu einem schmerzhaften Sonnenbrand führen, sondern dauerhafte Hautschäden verursachen und auch Hautkrebs begünstigen. Eine angepasste Hautpflegeroutine ist daher unverzichtbar.

Für den Sommer sind vor allem leichte Cremes ideal



Während es im Winter reichhaltige Cremes sein dürfen, kann es im Sommer ruhig etwas leichter sein: Feuchtigkeitscremes, Fluide und Seren von www.belter-cosmetic.com eignen sich perfekt für die tägliche Pflege und versorgen die Haut nicht nur mit Feuchtigkeit, sondern auch mit allen wichtigen Nährstoffen, die es braucht, um für Elastizität und ein jugendliches Aussehen zu sorgen. Vor allem Cremes mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen, die jedoch nicht fetten, sind ideal. Dazu zählen Produkte mit Hyaluronsäure oder auch Aloe Vera und Vitamin C.

Make Up: Weniger ist mehr



Ein zu starkes Make Up ist gerade bei hohen Temperaturen wenig empfehlenswert. Wer sich stark schminkt, läuft nicht nur Gefahr, dass das Make Up durch Schwitzen oder das Baden am Meer oder im Freibad verläuft oder sich unschön absetzt, sondern belastet auch seine Haut. Je dicker die Make Up Schicht, desto eher gerät die Gesichtshaut ins Schwitzen und desto eher werden Hitzepickelchen und andere Hautunreinheiten dadurch begünstigt. Ganz auf Make Up muss jedoch nicht verzichtet werden. Getönte Tagescremes oder Fluide in Kombination mit einem leichten Puder und wasserfester Mascara sind ideal für die warme Jahreszeit und verleihen ein frisches Aussehen. Im Idealfall sollte die getönte Tagescreme einen Lichtschutzfaktor aufweisen. Im Gesicht wie auch am gesamten Körper beziehungsweise allen unbedeckten Hautstellen im Sommer gilt: Sonnenschutz ist ein absolutes Muss.

Produkte mit Sonnenschutz sind unverzichtbar



Auch wenn es draußen wolkig oder kühl ist, ist die UV-Belastung im Sommer meist so hoch, dass ein Sonnenbrand droht. Wer weniger empfindlich ist, kann dennoch Schäden wie Pigmentflecken davontragen. Auch für eine schnelle Hautalterung und damit verbundene Faltenbildung ist die Sonne verantwortlich. Beim Auftragen von Sonnencreme gilt es dabei, den eigenen Hauttyp zu beachten. Der Lichtschutzfaktor gibt Aufschluss darüber, wie lange man in der Sonne bleiben kann, bis es zu einer Rötung der Haut ist. Bei einer Eigenschutzzeit von durchschnittlich rund zehn Minuten und einem Lichtschutzfaktor von 20, wird 10x20 gerechnet. Nach spätestens 200 Minuten ist es also an der Zeit, sich wieder einzucremen. Wer zu einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor greift, muss sich damit nicht nur seltener eincremen, sondern schützt sich und seine Haut optimal. Dennoch gilt es, die pralle Mittagssonne zu vermeiden.

 

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