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Diabetes-Medikament kann womöglich Parkinson verlangsamen

Bei M. Parkinson kommt es zu pathologischen Proteinablagerungen im Gehirn,
zur fortschreitenden Neurodegeneration und Dopaminmangel. Bei den
Pathomechanismen spielen nach heutigem Wissen aber auch chronische
Inflammation, oxidativer Zellstress und Störungen des zellulären
Energiehaushaltes eine Rolle. An diesen Mechanismen setzt die
neuroprotektive Wirkung von manchen Diabetesmedikamenten an, insbesondere
der GLP-1-(„Glucagon-like Peptid-1“)-Rezeptoragonisten: In einer Studie
konnte die Substanz Lixisenatid die motorische Verschlechterung bei
Parkinson-Betroffenen signifikant verlangsamen. Das ist ein interessanter
Befund, zumal Diabetes mellitus ein Risikofaktor für M. Parkinson ist.

Die Parkinson-Krankheit (PD) ist eine chronische neurodegenerative
Erkrankung, die mit fortschreitender motorischer Symptomatik und
Behinderungen einhergeht. Typische Symptome sind Ruhetremor, Rigor und
Hypokinese, hinzu kommen vegetative Symptome und in manchen Fällen auch
eine Demenz. Der Verlauf ist interindividuell sehr variabel. In
Deutschland leben aktuell ca. 300.000 Betroffene.

Histopathologisch kommt es zur Ablagerung von krankheitsspezifischen
Proteinaggregaten (α-Synuclein) in den Nervenzellen in bestimmten
Gehirnregionen sowie zum Nervenzelluntergang. Neben bekannten genetischen
Ursachen scheint auch eine Vielzahl von „Lifestyle-Faktoren“ oder
Umwelttoxinen eine Bedeutung für die Parkinsonentwicklung zu haben. Obwohl
die ursächlichen komplexen molekularen Pathomechanismen immer besser
erforscht und verstanden werden, ist die PD bisher noch nicht kausal
behandelbar. Die symptomatische medikamentöse Therapie (z. B. mit L-Dopa
und Dopaminagonisten) kann lediglich bis zu einem gewissen Grad den
entstehenden Dopaminmangel im Gehirn ausgleichen. Daher wird nach
Therapieansätzen geforscht, die die Erkankung aufhalten oder zumindest den
Progress verlangsamen können. Dafür werden auch Medikamente, die für
andere Indikationen zugelassen sind, evaluiert – wie z. B. aktuell das
Diabetes-Medikament Lixisenatid. Es gehört zur Substanzklasse der GLP-1
-(Glucagon-like Peptid-1) Rezeptoragonisten (auch: GLP-1-Analoga), ebenso
wie das aus den Medien bekannte Semaglutid („Abnehmspritze“), das
gleichfalls primär als Antidiabetikun entwickelt wurde.

Nachdem man für Lixisenatid im Parkinson-Tiermodell neuroprotektive
Eigenschaften gezeigt hatte, wurde es in einer doppelblinden,
randomisierten, placebokontrollierten Phase-2-Studie [1] bei Menschen mit
PD im Frühstadium evaluiert. Eingeschlossen waren Betroffene, deren PD-
Diagnose maximal drei Jahre zurück lag, und die stabil auf Parkinson-
Medikamente eingestellt waren. Die Teilnehmenden erhielten ein Jahr lang
entweder täglich subkutan 20 μg Lixisenatid (n=78) oder Placebo (n=78),
gefolgt von einer zweimonatigen Auswaschphase. Der primäre Endpunkt waren
die MDS-UPDRS-Werte („Movement Disorder Society – Unified Parkinson's
Disease Rating Scale“ Teil III), deren initialer Score in beiden Gruppen
ca. 15 betrug (0-132 Punkte, höhere Werte bedeuten eine schwerere
motorische Behinderung). Zu den sekundären Endpunkten gehörten MDS-UPDRS-
Subscores und die Levodopa-Äquivalenzdosen.

Nach 12 Monaten betrugen die mittleren Scores in der Lixisenatid-Gruppe
-0,04 Punkte und in der Placebo-Gruppe +3,04 Punkte (Differenz 3,08;
p=0,007). Zwei Monate nach Beendigung der Studienmedikation lagen die
mittleren MDS-UPDRS-Scores in der ehemaligen Placebo-Gruppe bei 20,6 und
in der ehemaligen Lixisenatid-Gruppe bei 17,7. Bei den sekundären
Endpunkten gab es keine signifikanten Unterschiede. Typische
Nebenwirkungen von Lixisenatid waren Übelkeit (bei 46%) und Erbrechen (bei
13%).

Die Parkinson-Erkrankung geht auf zellulärer Ebene mit Prozessen einher
wie chronische Entzündung, oxidativem Stress und Störungen im
Energiehaushalt (mitochondriale Dysfunktion). Die Wirkweise von
GLP-1-Analoga bei M. Parkinson könnte daher mit deren bekannten
Eigenschaften zusammenhängen, Entzündungen zu reduzieren und den
zellulären Energiestoffwechsel und so das neuronale Überleben zu
verbessern. An diesen Pathomechanismen scheinen übrigens auch andere
Antidiabetika anzugreifen, wie aktuelle tierexperimentelle Daten zeigen
(im einzelnen für Metformin [2], für Sitagliptin, einen
Dipeptidylpeptidase 4-(DPP-4)-Inhibitor [3], und für GIP „Glucose-
dependent insulinotropic polypeptide“ [4]).

Bei der Entstehung des Typ-2-Diabetes ist neben Adipositas und
Insulinresistenz ebenfalls eine chronische subklinische Inflammation von
Bedeutung. Interessanterweise zeigen epidemiologische Daten, dass Diabetes
mellitus ein Risikofaktor für Parkinson ist [5] und den Parkinson-Verlauf
verschlechtert [6]. Diabetes erhöhte in einer Studie das PD-Risiko um 34
%. In der GBD-Studie [7] steht der Diabetes mellitus an zehnter Stelle der
Risikofaktoren für neurologische Erkrankungen.

Bei der Progression der PD spielt nach aktuellem Wissenstand auch die
Ernährung eine Rolle. So werden z. B. durch die sogenannte mediterrane
Ernährung antiinflammatorische Mechanismen aktiviert [8]. Die mediterrane
Diät ist auch reich an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren („PUFAs“
wie Eicosapentaensäure/EPA und Docosahexaensäure/DHA), enthalten z. B. in
Fisch und Nüssen. PUFAs schützen nicht nur das kardiovaskuläre System und
vor Krebserkrankungen, sondern weisen auch neuroprotektive Eigenschaften
auf [9].

„Dass Diabetes-Prävention auch eine Parkinson-Prävention zu sein scheint,
ist eine relativ neue Erkenntnis. Der Verlauf beider Erkrankungen lässt
sich durch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung zusätzlich
günstig beeinflussen“, erklärt DGN-Präsident Prof. Dr. med. Lars
Timmermann.

[1] Meissner WG, Remy P, Giordana C et al. Trial of Lixisenatide in Early
Parkinson’s Disease. N Engl J Med 2024; 390: 1176-85 DOI:
10.1056/NEJMoa2312323
[2] Wang M, Tian T, Zhou H, Jiang SY, Jiao YY, Zhu Z, Xia J, Ma JH, Du RH.
Metformin normalizes mitochondrial function to delay astrocyte senescence
in a mouse model of Parkinson's disease through Mfn2-cGAS signaling. J
Neuroinflammation. 2024 Apr 2;21(1):81. doi: 10.1186/s12974-024-03072-0.
PMID: 38566081; PMCID: PMC10986112.
[3] Yu SJ, Wang Y, Shen H, Bae EK, Li Y, Sambamurti K, Tones MA, Zaleska
MM, Hoffer BJ, Greig NH. DPP-4 inhibitors sitagliptin and PF-00734,200
mitigate dopaminergic neurodegeneration, neuroinflammation and behavioral
impairment in the rat 6-OHDA model of Parkinson's disease. Geroscience.
2024 Apr 2. doi: 10.1007/s11357-024-01116-0. Epub ahead of print. PMID:
38563864.
[4] Li Y, Vaughan KL, Wang Y, Yu SJ, Bae EK, Tamargo IA, Kopp KO, Tweedie
D, Chiang CC, Schmidt KT, Lahiri DK, Tones MA, Zaleska MM, Hoffer BJ,
Mattison JA, Greig NH. Sitagliptin elevates plasma and CSF incretin levels
following oral administration to nonhuman primates: relevance for
neurodegenerative disorders. Geroscience. 2024 Mar 27. doi:
10.1007/s11357-024-01120-4. Epub ahead of print. PMID: 38532069.
[5] Manuello J, Min J, McCarthy P, Alfaro-Almagro F, Lee S, Smith S,
Elliott LT, Winkler AM, Douaud G. The effects of genetic and modifiable
risk factors on brain regions vulnerable to ageing and disease. Nat
Commun. 2024 Mar 27;15(1):2576. doi: 10.1038/s41467-024-46344-2. PMID:
38538590; PMCID: PMC10973379.
[6] Komici K, Femminella GD, Bencivenga L, Rengo G, Pagano G. Diabetes
Mellitus and Parkinson's Disease: A Systematic Review and Meta-Analyses. J
Parkinsons Dis. 2021;11(4):1585-1596. doi: 10.3233/JPD-212725. PMID:
34486987.
[7] GBD 2021 Causes of Death Collaborators. Global burden of 288 causes of
death and life expectancy decomposition in 204 countries and territories
and 811 subnational locations, 1990-2021: a systematic analysis for the
Global Burden of Disease Study 2021. Lancet. 2024 Apr
3:S0140-6736(24)00367-2. doi: 10.1016/S0140-6736(24)00367-2. Epub ahead of
print. PMID: 38582094.
[8] Gardener H, Caunca MR. Mediterranean Diet in Preventing
Neurodegenerative Diseases. Curr Nutr Rep. 2018 Mar;7(1):10-20. doi:
10.1007/s13668-018-0222-5. PMID: 29892785; PMCID: PMC7212497.
[9] Dyall SC. Long-chain omega-3 fatty acids and the brain: a review of
the independent and shared effects of EPA, DPA and DHA. Front Aging
Neurosci. 2015 Apr 21;7:52. doi: 10.3389/fnagi.2015.00052. PMID: 25954194;
PMCID: PMC4404917.

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Blutvergiftung: Das muss man über diese Diagnose wissen

Expertenwissen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und
Unfallchirurgie (DGOU) zum Thema Blutvergiftung (Sepsis)

Laut Medienberichten erlitt der Schauspieler Til Schweiger infolge einer
Verletzung am Unterschenkel eine Blutvergiftung (Sepsis). Eine Sepsis ist
häufig lebensbedrohlich. Ob man nach einer Sepsis vollständig geheilt ist,
was zu beachten ist oder ob gar es einen Rückfall geben kann, darüber
informieren Orthopäden und Unfallchirurgen.

Wissenswertes über die Diagnose Sepsis erläutert Experte Prof. Dr. Andreas
Seekamp, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und
Unfallchirurgie (DGOU), Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Unfallchirurgie (DGU) und Direktor der gemeinsamen Klinik für Orthopädie
und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am Campus
Kiel.

1) Was gibt es nach einer frisch überstandenen Sepsis zu beachten?
„Man sollte sich weiterhin schonen und körperlich nicht anstrengen, also
keinen Sport, keine Flugreisen, sondern nur tägliche Verrichtungen
durchführen: Haushalt führen, einkaufen gehen und gegebenenfalls auch
wieder zur Arbeit gehen, wenn es sich nicht um körperliche Tätigkeiten
handelt. Das Immunsystem ist noch geschwächt, der Körper kann keinen
zusätzlichen Stress vertragen.“

2) Ist man dann wieder vollständig gesund oder gibt es die Gefahr eines
Rückfalls?
„Als vollständig gesund kann man sich erst nach etwa vier bis sechs Wochen
betrachten, ältere Menschen, etwa jenseits des 70sten Lebensjahres können
auch Monate benötigen. Bei körperlicher Überanstrengung gibt es durchaus
die Möglichkeit eines Rückfalls, vornehmlich dann, wenn das Immunsystem
noch geschwächt ist. In jedem Fall muss die Ursache der Sepsis vollständig
ausgeheilt sein, damit es nicht zu einer erneuten Keimverschleppung kommt.
Die nicht ausreichend therapierte und ausgeheilte Ursache stellt die
wesentliche Gefahr für einen Rückfall dar.“

3) Was sollte man besonders beachten?
„Neben körperlicher Schonung sind regelmäßige Blutuntersuchungen und
Kontrollen der ausgeheilten Ursache als Verlaufsbeobachtung wichtig. In
den Blutkontrollen sind die Entzündungsparameter zu kontrollieren und es
ist die gegebenenfalls anhaltende Zirkulation von Keimen im Blut
auszuschließen. Zudem müssen gleichzeitige Beeinträchtigungen von Organen,
wie beispielsweise Herz und Nieren, ausgeschlossen werden. Eine Sepsis
kann über die Blutzirkulation von Bakterien zu Herzklappenfehlern und
Nierenschäden führen.“

4) Warum ist eine Sepsis lebensgefährlich?
„Eine Sepsis ist lebensgefährlich, wenn durch die Einschwemmung von
Bakterien in die Blutbahn und die Organe das Immunsystem des Körpers
überfordert ist und mehrere Organsysteme durch den Keimbefall und die
daraus entstehenden Entzündungsreaktionen versagen. Menschen versterben in
der Sepsis an einem gleichzeitigen Versagen mehrerer Organe, selbst die
Intensivmedizin mag schwere Verläufe dann nicht mehr aufhalten. Ein
solcher schwerer Verlauf kann sich innerhalb von wenigen Stunden
entwickeln und mit dem Tod enden.“

5) Wie kann eine Sepsis bei einer Bagatellverletzung entstehen?
„Die Verschleppung von Keimen in die Blutbahn kann durch sehr kleine
Wunden, Bagatellverletzungen, entstehen. Auch kleine Bissverletzungen oder
Kratzspuren können die Ursache sein. Jeder noch so kleinen
Bagatellverletzung muss man daher seine Aufmerksamkeit schenken, jede
Wunde muss gesäubert werden, wobei schon reines Wasser dafür ausreicht.
Verhindert werden muss in jedem Fall die gleichzeitige Infektion der
Wunde. Ist eine Wunde infiziert und zeigt nach zwei Tagen keine
Heilungstendenz, haben sich bereits Keime in der Wunde festgesetzt, zu
diesem Zeitpunkt ist notfallmäßig medizinische Behandlung aufzusuchen.
Häufig wird dann eine chirurgische Intervention erforderlich, um das
infizierte Gewebe zu entfernen und die Wunde wieder in einen reinen
Zustand zu versetzen. Es folgt in der Regel eine offene Wundbehandlung mit
regelmäßiger Spülung der Wunde.“

6) Welche Anzeichen sprechen für eine Sepsis?
„Der Beginn einer Sepsis ist schwierig zu erkennen und wird häufig
verkannt. Klinische Symptome sind ein schneller Puls, gegebenenfalls
niedriger Blutdruck, erhöhte Atemfrequenz und eine zunehmende
Bewusstseinsstörung, beginnend mit Müdigkeit, sowie das Gefühl der
Abgeschlagenheit und ein vermehrtes Durstgefühl. Fieber tritt häufig erst
später auf, in jedem Fall spricht eine normale Körpertemperatur nicht
gegen eine Sepsis.“

7) Was muss bei Verdacht auf Sepsis sofort gemacht werden?
„Es muss möglichst rasch eine medizinische Behandlung erfolgen, am besten
Vorstellung in der Notaufnahme einer Klinik und zwar schon wenn nur zwei
der oben genannten Symptome wahrgenommen werden und eine
Bagatellverletzung vorliegt oder wenige Tage zuvor erinnerlich ist.“

8) Welche Rolle spielt die Tetanus-Impfung?
„Die Tetanus-Schutzimpfung ist ganz wichtig und muss im Zuge einer
Bagatellverletzung in jedem Fall überprüft werden. Bei Unsicherheiten über
den bestehenden Impfschutz muss der Impfschutz großzügig erneuert werden.
Die Impfung hilft aber nur gegen den auslösenden Keim des
Wundstarrkrampfes, eine Sepsis mit anderen Keimen lässt sich durch die
Tetanus-Schutzimpfung nicht verhindern.“

9) Wie kann man sich vor einer Sepsis schützen?
„Der beste Schutz gegen eine Sepsis ist der aufmerksame Umgang mit
jeglichen Bagatellverletzungen, dazu zählen im Übrigen auch
Sonnenbrandverletzungen mit Blasenbildung. Das Grundprinzip ist eine
primäre Säuberung, klares Wasser ist ausreichend, und eine saubere
mechanische Abdeckung bis die Wundflächen trocken sind und sich eine
Wundheilung einstellt. Frühe alarmierende Zeichen sind eine Rötung,
Überwärmung und zunehmende Schwellung um die Wunde herum. Schon dann
sollte man medizinische Hilfe aufsuchen. Ein "ist doch nicht so schlimm"
ist in dieser Situation nicht mehr angebracht.“

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Wunderorgan Darm: Wie gesund ist Ihr Verdauungstrakt

Wunderorgan Darm Symbolbild
Wunderorgan Darm Symbolbild

Niemand spricht gerne über Darmgesundheit. Doch warum eigentlich? Der menschliche Verdauungstrakt zählt zu den meistunterschätzten Organen des Körpers. Er ist ständig im Einsatz und sorgt unter anderem auch für das Wohlbefinden. Die Darmgesundheit sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Schon alleine mit den täglichen Ernährungsgewohnheiten können Sie Ihren Verdauungstrakt unterstützen.

Wenn es zwickt: Das könnte dahinterstecken

Unregelmäßiger Stuhlgang ist für viele Personen ein leidiges Thema. Vor allem Frauen sind davon häufig betroffen. Der häufigste Grund für Beschwerden im Darm ist tatsächlich eine Verstopfung. In der Regel lassen sich Verstopfungen schon mit einfachen Hausmitteln wie warmem Wasser, Rizinusöl oder Sauerkraut lösen. Hält der Zustand jedoch mehr als vier Tage an, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Unbehandelt kann eine Verstopfung nämlich auch lebensgefährlich werden. Generell sollten Sie bei Veränderungen des Stuhlgangs immer einen Arzt aufsuchen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie Schmerzen verspüren oder sich Blut im Stuhl befindet. Zwar ist dies noch längst kein Grund zur Sorge. Dennoch sollten die Beschwerden so schnell wie möglich abgeklärt werden. Es könnte sich nämlich auch eine chronische Darmentzündung hinter den Symptomen verbergen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen kommen häufiger vor als gedacht. In Deutschland sind rund 400.000 Personen offiziell davon betroffen. Die Dunkelziffer liegt aber deutlich höher. Viele Personen verspüren nämlich Scham, mit den Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Zwar sind Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa bislang noch nicht heilbar. Eine schnelle und vor allem effektive Behandlung kann die Prognose der Krankheit aber verbessern. Hinter häufigen Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfen kann sich jedoch noch mehr verstecken. Denn auch chronische Erkrankungen wie etwa HAE haben ihren Ursprung im Magen-Darm-Trakt. Die Erkrankung geht aber meist auch noch mit anderen Symptomen wie geschwollener und juckender Haut einher.

Alltagstaugliche Tipps für eine gesunde Verdauung

Ihre Darmgesundheit lässt sich durch eine gesunde Ernährung maßgeblich beeinflussen. Im Darm befinden sich nämlich rund 100 Billionen Bakterien. Das Gewicht des Mikrobioms im Verdauungstrakt beträgt alleine erstaunliche zwei Kilogramm. Damit die Bakterien ihre Arbeit auch verrichten können, müssen sie natürlich richtig „gefüttert“ werden. Fast-Food, hoch verarbeitete Produkte und zu viel Zucker sind ein No-Go und wirken sich schlecht auf das Mikrobiom aus. Stattdessen sollten Sie den Fokus auf frische und unverarbeitete Lebensmittel legen. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, gesunde Fette und Co. können die Darmgesundheit unterstützen. Wenn Sie Ihrem Mikrobiom etwas Gutes tun möchten, müssen Sie übrigens nicht einmal auf traditionelle Hausmannskost verzichten. Denn Sauerkraut ist aufgrund der Fermentation besonders gut für Ihren Darm. Auch das südkoreanische Kimchi enthält Bakterienkulturen, die sich positiv auf Ihre Darmflora auswirken.

Die Darmgesundheit nicht unterschätzen

Ein gesunder Darm spielt eine Schlüsselrolle für die Gesundheit des Körpers. Wussten Sie, dass der Darm eng mit dem Gehirn verbunden ist? Ein kranker Verdauungstrakt kann sich daher auch besonders schnell einmal auf das Wohlbefinden und die Stimmung auswirken. Außerdem spielt der Darm eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Eine gesunde Darmflora ist für den Körper daher von entscheidender Bedeutung, um Viren und Bakterien den Kampf ansagen zu können. Aber natürlich braucht es auch einen gesunden Verdauungstrakt, um Nährstoffe aus der Nahrung effizient aufnehmen zu können.

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Rauchfrei leben: Die effektivsten Strategien zum Erfolg

Rauchfrei leben Symbolbild pixabay
Rauchfrei leben Symbolbild pixabay

Das Aufhören mit dem Rauchen ist eine der besten Entscheidungen, die man für seine Gesundheit treffen kann. Es ist jedoch oft eine Herausforderung, diesen Schritt zu gehen und dabei erfolgreich zu sein. In diesem Artikel stellen wir bewährte Strategien vor, die helfen können, endlich rauchfrei zu werden und ein gesünderes Leben zu führen.

 

Klare Ziele setzen

Der erste und wichtigste Schritt ist die Entscheidung, dass man mit dem Rauchen aufhören möchte. Man benötigt Zeit, um darüber nachzudenken, warum man aufhören möchte und was man durch ein rauchfreies Leben gewinnt.

 

Einen Plan erstellen

Bei der Erstellung eines Plans, um mit dem Rauchen aufzuhören, ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und gründlich vorzugehen. Ein effektiver Plan sollte konkrete Ziele enthalten, wie zum Beispiel ein bestimmtes Datum für den Rauchstopp oder kleine Etappenziele auf dem Weg dorthin.

 

Es ist auch hilfreich, sich über die verschiedenen Methoden des Rauchstopps zu informieren und eine Strategie zu wählen, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen und Lebensumständen passt. Ein detaillierter Plan sollte auch mögliche Herausforderungen berücksichtigen und Wege aufzeigen, wie man mit ihnen umgehen kann, um den Erfolg zu sichern.

 

Hilfsmittel nutzen

Es gibt verschiedene Hilfsmittel und Medikamente, die beim Rauchstopp helfen können, wie Nikotinpflaster, -kaugummis oder -sprays. Aber auch Tabakerhitzer sind eine bewährte Alternative zu herkömmlichen Zigaretten. Sie erhitzen den Tabak, anstatt ihn zu verbrennen, was dazu beiträgt, schädliche Verbrennungsprodukte zu reduzieren. Unter www.tabakerhitzer-shop.de findet man eine Vielzahl von Tabakerhitzern sowie Zubehör und Informationen, die einem bei der Entscheidung helfen können, ob ein Tabakerhitzer eine geeignete Alternative ist.

 

Unterstützung holen

Es kann hilfreich sein, sich mit anderen auszutauschen, die ebenfalls rauchfrei leben wollen oder bereits erfolgreich aufgehört haben. Dies können Freunde, Familie oder professionelle Berater sein.

 

Trigger vermeiden

Das Vermeiden von Triggern ist entscheidend für einen erfolgreichen Rauchstopp. Trigger sind Situationen, Orte, Personen oder Emotionen, die das Verlangen nach einer Zigarette auslösen können. Um sie zu umgehen, ist es wichtig, sie zu identifizieren und Strategien zu entwickeln, um ihnen aus dem Weg zu gehen. Das kann bedeuten, bestimmte Orte zu meiden, in denen man normalerweise raucht, oder indem man sich von Personen fernhält, die rauchen.

 

Alternativ hilft es, Bewältigungsstrategien zu finden, um mit Stress, Langeweile oder anderen Emotionen umzugehen, die das Verlangen nach einer Zigarette auslösen könnten.

 

Sich selbst belohnen

Sich selbst zu belohnen ist ein wichtiger Teil des Prozesses, um rauchfrei zu werden und zu bleiben. Belohnungen können dazu beitragen, positive Verstärkung zu schaffen und die Motivation aufrechtzuerhalten. Es ist wichtig, sich für jeden Fortschritt zu belohnen, sei es ein rauchfreier Tag, eine Woche oder ein Monat.

 

Diese Belohnungen können ganz individuell sein, ein entspanntes Bad oder einen Spaziergang in der Natur bis hin zu größeren Belohnungen wie einem besonderen Ausflug oder einer Reise. Indem man sich selbst belohnt, erkennt man die eigenen Erfolge an und stärkt das Selbstvertrauen, welches den Weg zu einem langfristig rauchfreien Leben unterstützt.

 

Aktiv bleiben

Bewegung und körperliche Aktivität können helfen, den Drang zu rauchen zu reduzieren und Stress abzubauen. Es ist wichtig, eine Aktivität zu finden, die einem Spaß macht und die man regelmäßig ausübt. Das kann alles sein, von Spaziergängen im Freien über Yoga bis hin zu Mannschaftssportarten.

 

Routinen verändern

Gewohnheiten und Routinen können starke Trigger für das Rauchen sein, daher kann es hilfreich sein, sie zu ändern, um das Verlangen nach einer Zigarette zu reduzieren. Das kann bedeuten, den Morgenkaffee an einem anderen Ort zu trinken, neue Wege zur Arbeit zu finden oder die Abendroutine umzustellen. Durch das Verändern von Routinen nimmt man das Rauchen aus dem täglichen Leben heraus und etabliert neue, gesunde Gewohnheiten, die einen auf dem Weg zu einem rauchfreien Leben unterstützen.

 

Positiv bleiben

Es ist normal, dass es Rückschläge und Herausforderungen gibt, aber eine positive Einstellung kann helfen, diese zu überwinden. Wichtig ist, sich daran zu erinnern, warum man mit dem Rauchen aufhören möchte, und sich auf die Vorteile eines rauchfreien Lebens zu fokussieren.

 

Fazit

Im Endeffekt ist der Weg zu einem rauchfreien Leben eine persönliche Reise, die Geduld, Entschlossenheit und Unterstützung erfordert. Durch das Setzen klarer Ziele, die Entwicklung eines detaillierten Plans und das Finden von Alternativen, können wir unsere Chancen auf Erfolg maximieren.

 

Die Vermeidung von Triggern und eine positive Einstellung sind entscheidend auf dieser Reise. Auch wenn es Rückschläge geben kann, ist es wichtig, nicht aufzugeben und sich daran zu erinnern, dass jedes Bemühen, rauchfrei zu leben, ein Schritt in die richtige Richtung ist.

 

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